Lichtblick im Alltag

Ein Gedanke für Menschen von heute


Vom Zorn der Götter

Ein Computerspiel habe ich geschenkt bekommen. Es versetzt den Spieler ins alte Ägypten zurück. Man muss Städte bauen und dafür sorgen, dass die Leute zu essen und Arbeit haben. Und man muss Tempel bauen und Feste für die Götter abhalten. Vergisst man dies über längere Zeit, dann werden die Götter zornig und schicken eine Katastrophe nach der anderen.
Offenbar weiß jeder Programmierer von solchen Spielen, dass sich Götter Respekt verschaffen müssen, um von den Menschen ernst genommen zu werden.

Und was macht unser Gott? Dieser Jesus, der Christus von der traurigen Gestalt, der Gekreuzigte, er wird zur Witzfigur über den sich Henker wie Schaulistige die Mäuler zerreißen. Nur sein Mitgekreuzigter erweist ihm einen letzten Rest an Achtung - aus Mitleid.
Und offenbar will Gott genau das: Mitgefühl und Liebe. Mit unserer Angst kann er nichts anfangen. Die Furcht des Herrn ist vielleicht der Anfang der Weisheit. Gott will aber nicht, dass wir am Anfang stehen bleiben. Furcht ist nur der Anfang; die Vollendung ist die Liebe.

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