Der Isenheimer Altar

und seine Botschaft


Zurük-Button Der Isegrim

Aktenstöße nachts verschlingen,
Schwatzen nach der Welt Gebrauch,
Und das große Tretrad schwingen
Wie ein Ochs, das kann ich auch.

Aber glauben, dass der Plunder
Eben nicht der Plunder wär,
Sondern ein hochwichtig Wunder,
Das gelang mir nimmermehr.

Aber andre überwitzen,
Dass ich mit dem Federkiel
Könnt den morschen Weltbau stützen,
Schien mir immer Narrenspiel.

Und so, weil ich in dem Drehen
Da steh oft wie ein Pasquill,
Lässt die Welt mich eben stehen -
Mag sie's halten, wie sie will!

Joseph von Eichendorff,
entstanden 1820/21, Erstdruck 1837. ⋅1⋅

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff (geboren am 10. März 1788 auf Schloss Lubowitz bei Ratibor in Oberschlesien, gestorben am 26. November 1857 in Neisse, Oberschlesien), bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik.

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1 Vgl.: Joseph Freiherr von Eichendorff, Gedichte (Berlin 1837) 104 = http://www.deutschestextar­chiv.de/book/show/eichendorff_ge­dichte_1837. Zur Anmerkung Button