Louis René de Rohan

Kardinal im Schatten der Französischen Revolution

im Schatten der Franz. Revolution


Weiter-ButtonZurück-Button 4. Hinter Wall und Graben

Die Enttäuschung, die sich an die missglückte Flucht des Königs anschloss, ließ Schwachstellen in der Organisation der Emigranten deutlicher denn je zu Tage treten. Im ganzen Oberamt Ettenheim beschuldigte man Soldaten, besonders gebürtige Franzosen, immer wieder, Frauen bedroht zu haben.⋅1⋅ Im Juli wurde ein 12jähriges Mädchen vergewaltigt und die Töchter eines Ettenheimer Wirtes nur durch einen allgemeinen Aufruhr vor gleichem Schicksal bewahrt.⋅2⋅

Das Verhältnis des Kardinals zu Mirabeau wurde aufgrund solcher Vorfälle schwer belastet. Anfang Juli wurde bekannt,

"... daß der Herr Cardinal
dem Vicomte zu erkennen gegeben; wenn die Vor-
fälle so fortdauern, alß alsdann die Legion nicht
länger mehr in dem OberAmt Ettenheim gelassen
werden könne." ⋅3⋅

a. Das Lager bei Ettenheimweiler

Historische Ansicht

Ansicht Ettenheims im Jahre 1676.

Foto-ButtonBadisches Generallandesarchiv Karlsruhe Hfk Ha 34 (Detail)
Foto: Martha Oehler, Ettenheim 1978

Um die Bevölkerung zu entlasten und die Sol­da­ten einfacher kontrollie­ren zu können, beschlos­sen die Verantwortli­chen, versuchs­weise Zelt­lager zu errichten. Zwei Grundstücke bei Ettenheimweiler wurden geliehen und einige Zelte aufgeschlagen, die zu­nächst jeweils sechs Mann aufnehmen soll­ten.⋅4⋅ Zusätzlich wur­den Tische und Bänke gebaut und rundherum ein Graben ausgehoben. Ne­ben jüdischen Kauf­leu­ten waren Marketender von Lahr und Emmen­din­gen für die Verpflegung verantwortlich.⋅5⋅

Am 11. Juli 1791 wurden die ersten 26 Zelte des Ettenheimweilerer Lagers bezogen. Bis zu 10 Mann wurden in einem Zelt untergebracht, und sobald ein neues fertiggestellt war, wurden weitere Soldaten einquartiert. Das Lager sollte auf ein Fassungsvermögen von 800 Mann ausgebaut werden.⋅6⋅

Etwa vier Jeuch umfaßte das 'Campement', als es Mitte Juli komplett war, umgeben von einem Graben mit Erdwall. Außerhalb des Lagers patrouillierten 'Piqueter' zu Pferd und auf den Feldern waren Posten errichtet.⋅7⋅

Mit der Unterbringung in Zeltlagern hatte sich sowohl für die Legion als auch für die Bevölkerung einiges geändert. Die Wildereien nahmen ein Ende, wie das Oberjägermeisteramt Mahlberg zufrieden feststellte,⋅8⋅ und das Anhalten von Reisenden bei Ringsheim und deren Befragen auf Herkunft und Ziel der Reise wurde vorübergehend - vermutlich auf Intervention Österreichs - eingestellt,⋅9⋅ die Soldaten hingegen hatten Mitte Juli unter ungünstigster Witterung zu leiden. Vor Regen und Nässe schützten die Zelte kaum, und Krankheiten begannen um sich zu greifen.⋅10⋅ Die Lage der Offiziere hatte sich ebenfalls verschlechtert. Lohn erhielten sie keinen, und das mitgebrachte Geld war längst aufgezehrt, selbst Wertgegenstände begann man zu verkaufen.⋅11⋅ Die Gemeinen waren über die schlechter werdende Verpflegung erbost, besonders aber darüber, dass ihnen 3 Sous, den Volontairs sogar 4 Sous vom täglichen Sold abgezogen wurden.⋅12⋅ Die Verantwortlichen in Ettenheim spielten mit dem Gedanken, den Plan eines Lagers für die bei Kappel untergebrachten Soldaten fallenzulassen.⋅13⋅

b. Die Truppen vermehren sich weiter

Immer noch waren die Rheinübergänge gesperrt ⋅14⋅ und die Lage an der Rheingrenze äußerst gespannt. Vor allem am Rheinübergang bei Kappel waren Schüsse keine Seltenheit mehr.⋅15⋅ In der Nacht vom 3. auf den 4. Juli 1791 hatten Elsässer Soldaten bei Rheinau mittels einiger Schiffe ins Rechtsrheinische überzusetzen versucht, wurden jedoch durch die nach Kappel eilende Mirabeau'sche Legion zurückgetrieben. 16 Mann patrouillierten in der Folge nachts zu Pferd am Rhein und 2 kleine Kanonen wurden am Ufer aufgestellt, um die Wachsamkeit, Präsenz und Stärke der Legion zu demonstrieren.⋅16⋅ Solche nächtlichen Unruhen und Alarme, bei denen die im Oberamt liegenden Soldaten an den Rhein marschierten oder ritten und die in der Regel - wie jener Aufruhr am 25. Juli ⋅17⋅ - kaum mehr als blinder Alarm waren, bei dem eigene Leute als vermeintliche Feinde angesehen wurden, förderten die Unsicherheit der Bevölkerung und die Furcht vor einem tatsächlichen Angriff der Franzosen.⋅18⋅

Die Gefahr eines Über­falls wurde durch den be­ständigen Ausbau der ge­gen­revolu­tionä­ren Ar­mee immer größer.⋅19⋅ Der im Vergleich immer noch sehr gute Sold zog Deserteure von überall her an.⋅20⋅ Das im Mai errichtete Jäger-Korps wurde vergrößert,⋅21⋅ für Husaren und Kavallerie ständig Pferde angekauft ⋅22⋅ und insbesondere im Oberamt Oberkirch stark für die Mirabeau'sche Legion geworben.⋅23⋅

Am 20. Juli wurde in Mahlberg das Gerücht bekannt, dass in Straßburg ein ganzes Regiment desertiert sei. In der Nacht vom 19. auf den 20. eilten zwei reitende Boten durch Kippenheim in Richtung Ettenheim und gegen sieben Uhr morgens fuhr der Vicomte de Mirabeau mit einem Vierspänner ins Oberamt Oberkirch.⋅24⋅ Dort gelang es ihm 150 Mann des in Landau stationierten Regiments Berwick, die das Elsass verlassen und durch die Pfalz nach Renchen marschiert waren, am 21. Juli anzuwerben.⋅25⋅ 65 Mann blieben in Renchen, der größte Teil wurde in Kappelrodeck einquartiert.⋅26⋅ Als unter den Soldaten Unruhen aufkamen ⋅27⋅ - ein Teil der Berwick'schen soll den Schritt über den Rhein bereut haben ⋅28⋅ - spielte man mit dem Gedanken, die Soldaten nach Neuwied zu verlegen.⋅29⋅ Erst nach einigen Verhandlungen wurde der weitere Verbleib der Truppen möglich.⋅30⋅

Täglich wurden vier Stunden lang exerziert, ohne dass die Soldaten über die nötigen Waffen verfügt hätten. Die Vermehrung der im Oberamt Oberkirch stationierten Truppen ⋅31⋅ schuf neue Ausrüstungsprobleme. Mirabeau versuchte 1000 neue Monturen anfertigen zu lassen und der 'Pfunder von Grenzach' wurde um die Lieferung weiterer Waffen angegangen.⋅32⋅ Um das Problem der Finanzierung zu lösen, befand sich Mirabeau-Tonneau Anfang August in Koblenz, wo er neue Gläubiger zu finden hoffte. Als er am 14. August wieder in Ettenheim eintraf, berichtete man von einer größeren Summe, die er mitgebracht habe.⋅33⋅

Ringsheim

Ringsheim.

Foto-ButtonFoto: Jörg Sieger, April 2003

Nahezu unlösbar war hingegen die Frage der Unterbringung der ständig wachsenden Anzahl von Fremden. Die Untere Herrschaft war - nicht zuletzt durch die Ankunft der Berwick'schen Soldaten - vollkommen überbelegt.⋅34⋅ In der Oberen Herrschaft hatte die Errichtung des Lagers bei Ettenheimweiler zwar Abhilfe geschaffen, nachdem aber auch die Kavallerie von Grafenhausen nach Weiler verlegt worden war - es lagen neben Weiler nun nur noch in Kappel Truppen: die Grenadiere und die dorthin verlegten Husaren ⋅35⋅ - war jedoch auch die Kapazität des Lagers erschöpft. Ein Teil der Soldaten zog daraufhin am 13. August 1791 in die 20 ersten Zelte eines zweiten Lagers unterhalb Kappels, gegenüber des elsässischen Ortes Rheinau.⋅36⋅ Ende August errichteten sie in der Nähe eine Schanze, 'Fort' genannt, zu deren Besatzung 60 Mann abgestellt wurden.⋅37⋅ Auch als am 23. August die beiden bis dato bestehenden Lager aufgehoben und zu einem neuen 'Campement' bei Ringsheim vereinigt wurden, blieben diese 60 Mann, wie auch die Husaren, in Kappel.⋅38⋅

Am 27. August wurde das Lager bei Ringsheim, in dem mittlerweile 800 Mann untergebracht wa­ren, durch Abgesandte der Emigranten aus der Worms-Koblenzer Ge­gend inspiziert.⋅39⋅ Seit Einrichtung der gegen­re­vo­lutionären Truppen sind be­stän­dige Kon­tak­te zwischen Ettenheim und Worms be­zie­hungs­weise Koblenz belegt.⋅40⋅ Im Spätjahr 1791 scheinen diese noch einmal intensiviert wor­den zu sein. Schon Anfang September wur­de die Legion durch einen Marquis erneut begutachtet,⋅41⋅ während unter den Soldaten davon gesprochen wurde, dass 1800 Mann Infanterie und vier Dragonerregimenter der Kaiserlichen Armee auf dem Weg in den Breigau seien.⋅42⋅

c. "Zigeuner und Lumpengesindel"

Unter den ständigen Rekrutentransporten,⋅43⋅ durch welche die Truppen im Oberamt Ettenheim weiterhin vergrößert wurden, befanden sich am 17. September auch drei Wagen mit Zigeunern, die aus dem Bärental in Lothringen stammten.⋅44⋅ Drei Tage später folgten deren Familien nach; in Kippenheim wagte man nicht, den Wagen anzuhalten.⋅45⋅ Sieben 'Kerle', fünf 'Weibsleute' und zwei Kinder ließen sich am 22. September von einem Grafenhausener 'Rechenmacher' den Weg durch die Waldungen ins 'Hanau-Lichtenberg'sche' zeigen. Die Mahlberger Oberamtsverwaltung befürchtete, dass sie mit weiteren 'Zigeuner­transporten' zurückkehren würden.⋅46⋅

Umgehend protestierte Carl Friedrich gegen die Unterbringung von Zigeunern in der Nachbarschaft seines Territoriums und forderte die sofortige Ausweisung derselben.⋅47⋅ Die badischen Oberämter wurden angewiesen, genauesten Bericht zu erstatten.⋅48⋅

Auch der Schultheiß von Grafenhausen trug dem Kardinal die Beschwerden der Bevölkerung vor. Diebstähle, vor allem von Hühnern, lasteten die Einheimischen den Neuankömmlingen an.⋅49⋅

Zunächst verblieben die Zigeuner jedoch im Oberamt. Zwar hatte man sie nicht im Lager angenommen, auch empörten sich die Franzosen, als der Plan bekannt wurde, sie mit den Zigeunern gemeinsam unter ein gleiches Kommando zu stellen, doch versuchten dieselben zu erreichen, dass ein eigenes Korps für sie errichtet werde.⋅50⋅ Sogar Pläne für die Uniform eines solchen Korps waren bekannt geworden; schwarzweiß oder gelbweiß sollten die Monturen werden.⋅51⋅ Doch gegen den massiven Widerstand sowohl der Bevölkerung als auch der Anliegerstaaten konnte Mirabeau die Zigeuner nicht weiter im Oberamt halten. Zwei Louisd'or wurden ihnen als Abfindung und Reisegeld gegeben und am 29. September 1791 hatten sie das Oberamt verlassen.⋅52⋅

d. Kaiserliche Truppen

Die zwischenstaatlichen Spannungen hatten sich in der Zwischenzeit scheinbar gelegt. Bereits im August wurde der Karlsruher Regierung berichtet, dass für das Bistum Basel kaum noch Gefahr bestehe,⋅53⋅ im Badischen gestattete man einzelnen Ortschaften, die Nachtwachen einzustellen,⋅54⋅ und auch beim Grenzverkehr herrschten Zustände wie vor 1789.⋅55⋅ Insgeheim jedoch trafen die rechtsrheinischen Herrschaften - die fürstbischöflich-straßburgische Regierung hatte man von diesen ausgeschlossen - Absprachen, um sich auf einen eventuellen französischen Angriff vorzubereiten.⋅56⋅

Die Hoffnung der Emigranten auf das Eingreifen der Großmächte wurde durch einen von Rohan erhaltenen Brief, demzufolge Truppen ins Breisgauische unterwegs wären, gestärkt.⋅57⋅ Auch ein preußischer General und der Prinz Hohenlohe, der kommandierende General in Schlesien, sollen im Herbst in Ettenheim gewesen sein.⋅58⋅

Bereits Ende September wurde hinter vorgehaltener Hand die Nachricht weitergegeben, dass einige tausend Mann der österreichischen Armee auf dem Marsch zum Oberrhein wären. Munitionswagen seien unterwegs nach Freiburg.⋅59⋅ Dem Vernehmen nach sollte auch die Nationalgarde in Bewegung gesetzt werden.⋅60⋅

Weiter-ButtonZurück-Button Anmerkungen

1 Vgl.: GLA 74-6281, 205r/v. Zur Anmerkung Button

2 Vgl.: GLA 74-6282, 105v, 136r-137r; vgl. Abschnitt 7 und 8 dieses Kapitels. Zur Anmerkung Button

3 GLA 74-6282, 137r;
Mirabeau ließ daraufhin in allen Ortschaften des Oberamtes Ettenheim Gerichte einberufen, bei denen die Bürger ihre Klagen über die Soldaten vorbringen sollten (vgl.: GLA 74-6282, 137r.).
Die Nachbarschaft zweifelte daran, dass Rohans Drohungen in die Tat umgesetzt würden. Das Oberamt Mahlberg berichtete nach Karlsruhe:
"Wir zweifeln sehr daß der Herr Cardinal dieses
Sinnes worden, u: noch mehr, wenn sie es wären, daß
Sie es in Güte würden durchsezen können. Selbst die
fortweißung der Legion, würde u: müßte dieselbe
bey der jezigen Lage in Verzweiflung bringen u:
dann würde niemand mehr zu befahren haben, als der
Herr Cardinal."

(GLA 74-6282, 137r.) Zur Anmerkung Button

4 Vgl.: GLA 74-6282, 105v-106r; Joann Conrad Machleid, Diarium II, *136r. Zur Anmerkung Button

5 Vgl.: Joann Conrad Machleid, Diarium II, *136r; Wein, Bier, auch Fleisch, 'gesotten und brathen, knackwirst und waß mann will', sollte den Soldaten zur Verfügung stehen.
(Vgl.: Joann Conrad Machleid, Diarium II, *136r.).
Der 'grum Jud von Rapschweyr' aus dem Elsass hatte den Auftrag erhalten, Heu, Stroh, Fleisch, Brot und Holz anzuliefern. Die Ettenheimer klagten, dass 'alles unter den schelmen Juden handen' ist. Jeder Soldat sollte täglich etwa 1,25 kg Fleisch, 1 kg Brot, das auch aus Lahr geliefert wurde, etwas Salz, einen Schoppen Wein und 1 ß 4 Pfg bzw. 8 xr Sold erhalten.
(Vgl.: Joann Conrad Machleid, Diarium II, *136v; GLA 74-6282, 160v-161r.) Zur Anmerkung Button

6 Vgl.: GLA 74-6282, 137v-138r; 145r/v; Carl Ludwig, Schilling von Canstatt, Auszug aus dem Tagebuch, in: Lahrer Wochenblatt (1905), 450;
die Zeltwände bestanden lediglich aus schlechtem Tuch, aus dem ursprünglich Hemden hätten hergestellt werden sollen. Decken gab es nicht; lediglich drei Ballen Stroh wurden pro Zelt abgegeben, was ebenfalls unzureichend war. Im Oberamt Mahlberg fragte man sich, wie die Soldaten bei schlechter Witterung im Lager aushalten sollten.
(Vgl.: GLA 74-6282, 145r/v.) Zur Anmerkung Button

7 Da der Sold im Vergleich zu der Zeit, als die Soldaten in den Ortschaften lagen, geringer war, auch niemand ohne Erlaubnis das Lager verlassen durfte, rechnete man verstärkt mit Desertion.
(Vgl.: GLA 74-6282, 160r/v.) Zur Anmerkung Button

8 Vgl.: GLA 74-6282, 157r/v, 236r/v. Zur Anmerkung Button

9 Vgl.: GLA 74-6282, 107r. Zur Anmerkung Button

10 Vgl.: GLA 74-6282, 175r/v. Zur Anmerkung Button

11 Vgl.: GLA 74-6282, 217v. Zur Anmerkung Button

12 Vgl.:  GLA 74-6282, 217v;
möglicherweise hängen die Drohungen Mirabeau'scher Soldaten bei einer Auseinandersetzung mit Bürgern des Oberamts Hachberg über Carl Friedrichs Haltung, keine Truppen von Emigranten auf badischern Territorium zu dulden, mit dem Ärger über die Unterbringung in den Lagern zusammen.
(Vgl.: GLA 74-6282, 179r.) Zur Anmerkung Button

13 Vgl.: GLA 74-6282, 175v. Zur Anmerkung Button

14 Vgl.: GLA 74-6282, 107r. Zur Anmerkung Button

15 Vgl.: GLA 74-6282, 107r und öfters. Zur Anmerkung Button

16 Vgl.: GLA 74-6282, 128r/v. Zur Anmerkung Button

17 Vgl.: Joann Conrad Machleid, Diarium II, *137r. Zur Anmerkung Button

18 Vgl.: GLA 74-6282, 106r;
im Herbst hieß es, dass die Bewohner der Gebiete am Rhein von nichts anderem mehr sprachen, als von einem drohenden Krieg; man fürchtete um die Ernte.
(Vgl.: GLA 74-6288, 137v.) Zur Anmerkung Button

19 Vgl. die Straßburger Drohung GLA 74-6283, 113v. Zur Anmerkung Button

20 8 xr und Verpflegung erhielt der gemeine Soldat im Juli 1791 (vgl.: GLA 74-6282, 160v-161r.);
belegt ist die Anwerbung preußischer und kaiserlicher Deserteure (vgl.: GLA 74-6282, 179v.).
Insbesondere das kaiserliche Regiment Neugebaur in Freiburg litt unter starker Desertion. (Vgl.: GLA 74-6282, 160v.)
Genommen wurde jeder, ohne Unterschied, selbst Männer mit körperlichen Gebrechen. Zum Totschiessen sei jeder gut genug. (Vgl.: GLA 74-6282, 179v.) Zur Anmerkung Button

21 Vgl.: GLA 74-6281, 239r; GLA 74-6282, 161r, 179r/v. Zur Anmerkung Button

22 Anfang Juli kamen 25 Pferde an. Auch der 'Pfunder von Grenzach' lieferte Tiere an die Legion. Mitte Juli waren 100 Pferde für die Kavallerie vorhanden. Ein Offizier versuchte, weitere Tiere im Hanau'schen und Lichtenberg'schen zu erhalten (vgl.: GLA 74-6282, 107r, 160v, 179r/v.);
vgl. auch GLA 74-6283, 18r. Zur Anmerkung Button

23 Vgl.: GLA 74-6282, 179v;
man warb im Herbst auch in Sasbach (vgl.: GLA 74-6283, 38r.), später auch in Dornach (vgl: GLA 74-6283, 177v). Zur Anmerkung Button

24 Vgl.: GLA 74-6282, 213r/v. Zur Anmerkung Button

25 Vgl.: GLA 74-6282, 217r, 224r, 237r; vermutlich auch: Joann Conrad Machleid, Diarium II, *137v. Zur Anmerkung Button

26 Vgl.: GLA 74-6282, 238r;
gerüchteweise war auch der Rest des Berwick'schen Regiments entschlossen, den Rhein zu überschreiten. (Vgl.: GLA 74-6282, 238r.) Zur Anmerkung Button

27 Vgl. auch den späteren Vorfall unter GLA 74-6283, 193r/v. Zur Anmerkung Button

28 Vgl.: GLA 74-6282, 229v-230r. Zur Anmerkung Button

29 Vgl.: GLA 74-6283, 173v. Zur Anmerkung Button

30 Vgl.: GLA 74-6283, 193r. Zur Anmerkung Button

31 Vgl.: GLA 74-6283, 193r. Zur Anmerkung Button

32 Vgl.: GLA 74-6282, 230r;
Mitte September ist belegt, dass Mirabeau sämtlichen auf dem Ettenheimer Wochenmarkt angebotenen Hafer aufkaufen ließ.
(Vgl.: GLA 74-6283, 190r/v.)
Im Oktober sollen in Ettenheim kaum noch Soldaten ohne Uniform gesehen worden sein.
(Vgl.: GLA 74-6284, 71v.) Zur Anmerkung Button

33 Vgl.: GLA 74-6283, 62r, 73r;
in der Folge kam eine Waffenlieferung, die die Witwe des Juden Model besorgt hatte, an und, nachdem sich weitere Geldgeber gefunden hatten, erhielt der 'Pfunder von Grenzach' nach einigen Verwicklungen im September 18 000 Gulden.
(Vgl.: GLA 74-6283, 84r, 136r, 160r/v.)
Auch die Offiziere der Legion erhielten am 1. September ihre erste 'Gage'. Ohne Unterschied bekam der Obrist wie der Unterlieutenant 45 Livres im Monat.
(Vgl.: GLA 74-6283, 135v-136r.) Zur Anmerkung Button

34 Auch für die Berwick'schen, die man als gesondertes Regiment bestehen ließ, wurde angeworben. Man sprach davon, dass sie im September bereits 400 Mann umfassten.
(Vgl.: GLA 74-6283, 193r/v.) Zur Anmerkung Button

35 Vgl.: GLA 74-6283, 25r/v. Zur Anmerkung Button

36 Vgl.: GLA 74-6283, 53r, 62r; Joann Conrad Machleid, Diarium II, *139v. Zur Anmerkung Button

37 Vgl.: GLA 74-6283, 92r. Zur Anmerkung Button

38 Vgl.: GLA 74-6283, 92r, 99r. Zur Anmerkung Button

39 Vgl.: GLA 74-6283, 113v. Zur Anmerkung Button

40 Vgl. beispielsweise: GLA 74-6282, 179v. Zur Anmerkung Button

41 Mit mehreren Einrichtungen war dieser übrigens nicht einverstanden:
"Er soll, dem Vernehmen nach, ausgesezzt haben
daß man sich mit der Zugehoerde der Montur, denen
ZeIten Tüchern und anderen habe anführen lassen, und
daß man die Truppen vor der Zeit in Sold genommen
habe, anstatt daß man nach seiner Meinung mit
Errichtung der Magazin aller Art haette den Anfang
machen und die Soldaten erst, wenn man gewiß ge-
wesen wäre, daß man sie mit Nuzzen brauche,
unter noch vorteilhafteren Bedingungen anwerben
lassen.

 Uiberhaupt soll er mit der Legion nicht zum Besten
zufrieden gewesen seyn, und dieses dem General
Mirabeau nicht verhelt haben."

(GLA 74-6283, 140r.) Zur Anmerkung Button

42 Vgl.: GLA 74-6283, 92r/v; vielleicht hängt die gesteigerte Aktivität der Mirabeau'schen Legion mit diesem Gerücht zusammen. Bereits im Juli gab man sich der Hoffnung hin, dass die europäischen Mächte in die Angelegenheit eingreifen würden. Damals hatte das Oberamt Mahlberg nach Karlsruhe berichtet:
"Man ist in Ettenheim mit blosem Nach=
barlichen Betragen nicht zufrieden, man
Will durchaus Parthie genommen wißen."

(GLA 74-6282, 161r/v.);
vgl. zu diesem Problem auch GLA 74-6282, 213v, 230r, 240v-241r; GLA 74-6283, 160v. Zur Anmerkung Button

43 Vgl.: GLA 74-6283, 198r/v;
die badischen Behörden, durch deren Gebiet die Transporte teilweise zogen, wurden über den Durchmarsch meist nicht informiert.
(Vgl.: GLA 74-6283, 18r/v, 198r/v; und öfters.) Zur Anmerkung Button

44 Vgl.: GLA 74-6283, 200r, 205r. Zur Anmerkung Button

45 Vgl.: GLA 74-6283, 200r, 205r;
schon das Aussehen der Zigeunersippe erregte den Abscheu der badischen Untertanen. Der Schultheiß oder 'Alt-Vater' trug über 'seinen ordentlichen Haaren, eine graue wollene Perücke'.
(Vgl.: GLA 74-6283, 205r.) Zur Anmerkung Button

46 Vgl.: GLA 74-6283, 205r, 211r. Zur Anmerkung Button

47 Vgl.: GLA 74-6284, 18r-19r;
den ganzen Umfang der Erregung in der Ettenheimer Nachbarschaft kann erst dann erfasst werden, wenn man die Anstrengungen beispielsweise der badischen Regierung betrachtet, das 'Lumpengesindel', das die Elsässer über den Rhein abschoben, von ihrem Territorium fernzuhalten. (Vgl.: GLA 74-6282, 60v.)
Bereits im Jahre 1772 hatte ein 'Reichstag' in Offenburg das Einfangen der Zigeuner angeordnet. (Vgl.: Joann Conrad Machleid, Diarium I, *132r.) Zur Anmerkung Button

48 Vgl.: GLA 74-6284, 20r. Zur Anmerkung Button

49 Vgl.: GLA 74-6283, 205r/v. Zur Anmerkung Button

50 Vgl.: GLA 74-6284, 23r/v. Zur Anmerkung Button

51 Vgl.: GLA 74-6283, 211r. Zur Anmerkung Button

52 Vgl.: GLA 74-6284, 7v. Zur Anmerkung Button

53 Vgl.: GLA 74-6283, 80r/v. Zur Anmerkung Button

54 Vgl.: GLA 74-6284, 17r. Zur Anmerkung Button

55 Vgl.: GLA 74-6284, 64r-65r. Zur Anmerkung Button

56 Vgl.: GLA 74-6284, 25r/v. Zur Anmerkung Button

57 Vgl.: GLA 74-6284, 10r. Zur Anmerkung Button

58 Vgl.: GLA 74-6284, 10r/v;
aufgrund der positiven Nachrichten exerzierten die Soldaten häufiger - sogar im Feuer. Immer neue Rekrutentransporte und Wagen mit Ausrüstungsgegenständen erreichten das Bischöflich-Straßburgische. Auch alte Waffen, die man zu reparieren wusste, und ähnliches mehr erwarb man von anderen Armeen.
(Vgl.: GLA 74-6284, 7v, 10r/v.) Zur Anmerkung Button

59 Vgl.: GLA 74-6284, 11r, 26v, 28r. Zur Anmerkung Button

60 Vgl.: GLA 74-6284, 11v;
die Errichtung zweier Lager stand bevor. Die Elsässer Bauern fürchteten, die Ernte nicht mehr einbringen zu können und begannen bereits Anfang Oktober mit der Weinlese.
(Vgl.: GLA 74-6284, 11v.) Zur Anmerkung Button