"Lichtblick im Alltag"

"Glaubst du das?" hatte Jesus seine Freundin gefragt.
Es war kein schöner Augenblick. Lazarus war tot. Mit ihm und seinen beiden Schwestern verband Jesus eine tiefe Freundschaft. Und Marta, eine von den beiden, war Jesus nun völlig aufgelöst entgegengeeilt und suchte Trost bei ihm.
Was er sagte, klang eigen: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben." (Johannes 11,25-26)
Und er fragte: "Glaubst du das?"

Marta hatte kein Wort verstanden. Das war alles viel zu verworren und viel zu hoch. Sie wusste nicht, ob sie das glaubte. Eines aber wusste sie, und das gab sie Jesus zu verstehen: "Ich glaube Dir!"
Das heißt Glauben für die Bibel. Nicht alles zu verstehen, keine auswendig gelernten Sätze und auch keine Glaubensbekenntnisse. Glauben heißt nicht "etwas" zu glauben, sondern "jemandem" zu glauben: "Ich glaube Dir, mein Gott, dass Du es gut mit mir meinst und mich am Ende nicht im Stich lässt. Ich verstehe Dich nicht, aber ich glaube Dir..."

 

 

 

 

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