Pascha (sprich Pass'cha)

Ein russisches Ostergericht. Meine Frau und ich laden regelmäßig am Ostersonntag zum Frühstück Freunde ein; die Pascha ist dabei zu einem festen Bestandteil geworden, auf den unsere (christlichen wie nichtchristlichen) Gäste geradezu "hinfiebern". Sie ist ein echter "Diätkiller"; ich reiche dazu immer tiefgekühlten Wodka.

Zutaten:

(die Bestandteile im einzelnen können nach Geschmack ergänzt und in der Zusammensetzung variiert werden; auch kann eine Spur Muskat oder Zimt beigefügt werden).

Zubereitung:

Etwa eine Woche vor dem Verzehr Rosinen in Wodka einlegen.

Am nächsten Tag wird die Pascha zubereitet: Butter zerlassen, Quark darunter rühren, mit dem Eigelb unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Masse durcherhitzt ist (Hygiene!).

Dann vom Herd nehmen, Zucker, Nüsse und Mandeln einrühren, ebenso Rosinen, Orangeat und Zitronat (davon aber zum Dekorieren einiges zurückbehalten).

Die Masse dann in ein mit einem Handtuch (oder einer Stoffwindel) ausgelegtes Sieb, idealerweise in einen sauberen Blumentopf, einfüllen. Die Oberfläche beschweren und das ganze in einen kühlen Raum stellen.

Nach einer Woche sollten die Molke und sonstige flüssige Bestandteile weitgehend ausgelaufen sein. Dann wird die Pascha gestürzt und mit den zurückbehaltenen Rosinen, Orangeat, Zitronat und halbierten Mandeln dekoriert.

Zu Ostern bietet sich dazu insbesondere das Chi-Rho-Symbol (für Christus) an.

Für uns ist dieser Akt besinnungsloser Schlemmerei ohne Rücksichtnahme auf Kalorien das kulinarische Symbol für das Ende der Fastenzeit schlechthin.

(Sven Stemmildt)