Salzburger Nockerln

Eine klassische österreichische Mehlspeise, eigentlich ein "Soufflé". Solche Gerichte rufen bei Hobbyköchen heute noch Panikattacken hervor, weil man die Vorstellung eines zusammengefallenen und somit verdorbenen Soufflés vor Augen hat. Diese Angst aber ist eine Reminiszenz aus "Omas" Küche, als Holz- und Kohleherde regelmäßig Zugluft hatten, was ein Soufflé tatsächlich schnell zugrunde richten kann. Ein moderner Elektroherd dagegen wird mit dieser Aufgabe spielend fertig. Der (dessen unkundige) Gast wird schwer beeindruckt sein, der Koch schindet somit leicht Eindruck. Der einzige Vorbehalt ist: Salzburger Nockerl sind süß. Sehr süß. Damit ist gemeint: sehr, sehr süß. Außerdem bestehen sie vor allem aus Luft. Die Beschreibung, dass Salzburger Nockerl überhaupt süße Luft sind, ist damit nicht abwegig. Sie füllen also recht kräftig. Sie sind also gewarnt: Niemand, der sie isst, sollte Skrupel wegen seiner "Pfunde" haben. Wer sich über diese Hürde aber hinwegsetzt, wird einen Blick ins österreichische Paradies erhaschen...

Zutaten:

Zubereitung:

Aus Butter, 60 Gramm Zucker, Eigelb und dem ausgeschabten Mark der Vanillestange wird eine Schaummasse gerührt.
Aus dem Eiweiß und dem restlichen Zucker wird sehr steifer Eischnee geschlagen (einige Tropfen Zitronensaft oder ganz wenig Salz machen den Eischnee steifer). Der Eischnee wird auf die Schaummasse gelegt und das Mehl darüber gesiebt, dann wird alles vorsichtig untereinandergehoben.
In einer flachen feuerfesten Form (etwa für Lasagne) wird Butter verstrichen und die steife Masse in drei bis vier Häufchen ("Nockerl") eingelegt. In vorgeheizter Röhre (keine Umluft!) bei etwa 200 °C 10-15 Minuten goldgelb backen und sofort servieren.

(Sven Stemmildt)