Jetzt reichts! Kein Platz für Rassismus ...

"Priester wie Sie braucht das Land (wirklich nicht)" - zu dieser Erkenntnis kam Werner K., nachdem er - nach eigenen Angaben - einige Zeit in das Studium meiner Website investiert hatte. Ausgangspunkt war mein angebliches "Anbiedern an den Islam mit gleichzeitiger Selbstbezichtigung", das "zwar modisch, aber würdelos" sei. Wie so häufig offenbarte der Inthalt der Mails einen nicht nur unterschwelligen Rassismus, der unter uns leider Gottes immer schon da war und sich nur noch weiter ausbreitet.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Beantwortung solcher Mails zu nichts führt, weil es mit den meisten Mailschreibern nicht zu einem wirklichen Austausch von Argumenten kommt, sondern in der Erwiderung vorab lediglich Phrasen und Halbwahrheiten widergekäut werden und an einem wirklichen Erkenntnisfortschritt - selbst da, wo Fehler belegbar nachgewiesen werden können - kein wirkliches Interesse sondern eigentlich nur Beratungsresistenz herrscht.

Auf solche Stimmen aber gar nicht zu reagieren, kann keine Lösung sein. Die ersten Asylbewerberheime brannten bereits. Ich werde deshalb jetzt einen anderen Weg einschlagen: Ich antworte hier, so dass alle es lesen können; vor allem auch die, die in ihrem eigenen Umfeld gerne ebenfalls antworten und fundiert Stellung behziehen möchten, wenn Menschen wieder einmal Unsinn reden - Unsinn, der in der Vergangenheit unseres Landes schon mehr als einmal - vor allem aber vor einem Dreiviertljahrhundert - fatale Folgen hatte. Hier soll lesen können - ob gelegen oder ungelegen.

Alle Namen sind anonymisiert, hinter jedem Zitat aber verbirgt sich eine tatsächliche Zuschrift und ihr tatsächlicher Wortlaut. Und das sind leider keine bedauerlichen Einzelfälle. Es reicht schon lange ...

   

Warum jetzt?

Einer der Opferanwälte des NSU-Prozesses sagte auf einer Tagung in Köln, dass ihn von den 350.000 Seiten Akten-material zwei bis drei Fotos besonders erschüttert haben. Es waren Bilder, die die Täter mit 12 bis 13 Jahren zeigen.

Derselbe Gott?

"Mein Leserbrief richtet sich gegen den Satz: 'Schließlich glauben die Muslime genau an den gleichen Gott wie wir Christen.' Diese Aussage ist nicht richtig", behauptete Michael L. und begründete dies damit, dass es ...

Und er "hat" keinen!

"Frage einen Muslim, ob sein Gott einen Sohn hat, und wenn er nein sagt, dann glauben wir auch nicht an den selben Gott." So schrieb es ein Kollege aus den Freikirchen und er meinte damit das Thema mit dem Gott der Muslime ....

Woher kommt Kultur?

"Europa hatte bis Karl der Große eine mehr oder weniger bedeutungslose Zeit. Die Araber dagegen eine Blütezeit, vermutlich weil sie sich die Kulturen der eroberten Völker einverleibt hatten. Jedenfalls ist es nicht vorstellbar ...

Krankheit und Seuche

"Ohne eine gründliche Diagnose klappt keine Therapie und ist nur Kurpfuscherei," schrieb mir der Biologe und Mediziner Dr. Bernhard J. G. und empfahl mir erst mal an die Diagnose des heutigen Islam ...

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Selbstbezichtigung

Der Koran fordere zu Gewalt auf, die Bibel berichte höchstens von ihr, das sei ein großer Unterschied, meint Berthold D. und glaubt damit einmal mehr bewiesen zu haben, dass der Islam eben von vorneherein gewalttätig, ...

Einen Gefallen tun

"... tun Sie Ihrem Land den Gefallen und informieren Sie sich über die Islamisierung Europas", schrieb mir Victor E. und ich gebe zu, ich weiß bis heute nicht, wie der Gefallen genau aussehen soll, den ich dem Land ...

Überlebenschance

"Glauben Sie, dass mit der extremen Verbreitung des Islam in ganz Europa die christliche Kirche eine Überlebenschance haben wird?" fragt mich Andreas H. besorgt und seine Sorge hat einen ganz eigenen Charakter.

Dem Mann gewidmet, ...

... der mich vergangenen Donnerstag in der Rintheimer-Straße in Karlsruhe angepöbelt hat. Ich unterhielt mich gerade mit meiner Begleitung über den Krieg in der Ukraine. "Hier ist überall Krieg!" rief er uns zu. Als ich ihm erwiderte, ...

 

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Jetzt hol ich mir mein Land zurück!

Denn ich will dieses Land behalten, so wie es ist: weltoffen, mit Grenzen, die immer unwichtiger geworden sind, im Bewusstsein, dass wir mit anderen Völkern zusammen nicht nur eine Schicksalsgemeinschaft bilden, sondern mit ihnen gemeinsam eine bessere Welt gestalten können; ein Land,  in dem man weiß, was sich gehört, in dem man andere mit Respekt behandelt und ihre Eigenheiten achtet, in dem man neugierig ist auf neue Entwicklungen und nicht im Althergebrachten verharrt.

Dieses Land, das wir - viele andere mit mir gemeinsam - in den letzten Jahrzehnten unter gewaltigen Anstrengungen zu einem liebenswerten Deutschland gemacht haben, dieses Land will ich mir nicht kaputt machen lassen, kaputt machen von einer Minderheit, die mich bevormunden möchte, mir vorschreiben möchte, wie man hier zu leben hat und dabei auch noch behauptet, für dieses Deutschland zu sprechen.

Ich habe begriffen, dass ich denen die Öffentlichkeit nicht überlassen darf. Ich darf nicht zulassen, dass sie die Diskussion in den Medien bestimmen und mit ihren Themen die Talk-Shows dominieren. Ich werde noch mehr als bisher widersprechen, wenn Meinungen geäußert werden, die Fremde diskriminieren, längst überwunden geglaubtem rassistischem  Gedankengut frönen und von einer nationalen Überlegenheit tönen, die uns in der Geschichte schon mehr als einmal ins Verderben gerissen hat.

Ich werde mithelfen, die Protagonisten als das zu entlarven, was sie in meiner Wahrnehmung sind: Blender, denen es einzig und allein um die Macht geht, und denen ich nicht abnehme, dass sie den Schwachsinn, den sie verzapfen, wirklich selbst glauben.

Und ich werde all denen, die diese Menschen stark machen, indem sie ihnen bei Wahlen ihre Stimme geben, sagen, dass ich sie ernst nehmen möchte. Ich werde nicht davon sprechen, dass es sich um fehlgeleitete Menschen handelt, die nicht klar denken können, sondern ich werde ernst nehmen, dass diese Menschen ihre Stimmabgabe wohl überlegt haben und dass sie genau so abstimmen wollten, wie sie es getan haben.

Ich werde aber deutlich dazu sagen, dass Sorgen, Ängste und auch Protest ihre Grenzen haben und dass Menschen, die bei solch einer Haltung bleiben und auch in Zukunft solche Kräfte unterstützen, nicht meine Freunde sein können, sondern meine politischen Gegner im Ringen um die Zukunft meines Landes sind. Denn es ist unser Land, nicht das von 13 Prozent der Bevölkerung, die plötzlich die Deutungshoheit in diesem Land für sich reklamieren.

Aber ich werde immer wieder dazu sagen, dass meine Gegner nicht minder diejenigen sind, die Grund für die Sorgen und Ängste in unserem Land liefern, indem sie nämlich davon sprechen, die Fluchtursachen zu bekämpfen, in Wahrheit aber immer neue Ursachen schaffen, indem sie nur davon sprechen, dafür sorgen zu wollen, dass sich alle in diesem Land wohl fühlen können, sich in Wirklichkeit aber vor allem darum kümmern, dass denjenigen, die haben, noch mehr gegeben wird, und diejenigen, die nichts haben, voller Angst auf diejenigen schielen, die noch weniger haben, nicht aber auf die eigentlichen Verursacher dieser Schieflage in unserer Gesellschaft.

Ich hole mir jetzt mein Land zurück, denn genau das erwartet von mir - davon bin ich überzeugt - dieser Jesus von Nazareth, dem ich folgen möchte.

Jörg Sieger

Flucht und Asyl - Eine Herausforderung für unsere Gesellschaft

Dr. Jörg Sieger, Mannheimer Straße 54, D-76131 Karlsruhe,
Tel.: +49 (0721) 82105171, E-Mail: kontakt@joerg-sieger.de.