Überleitung zur Agape am 3. Abend des Projekts "... auf der Spur Jesu"
am 20. Februar 2013 in der Antoniuskirche

Gemeinsam Mahl halten – sich an einen Tisch setzen – eine Handlung von großer Bedeutung – denn es setzt Einvernehmen voraus, um Gemeinschaft zu haben. Und dann das: Jesus setzt sich an einen Tisch mit Sündern – mit Menschen also, mit denen es in der Gesellschaft seiner Zeit keine Gemeinschaft gibt, gar keine Gemeinschaft geben kann. Dennoch hält Jesus Mahl mit ihnen – ein aufsehenerregendes, ja revolutionäres Handeln, das alle gesellschaftlichen Konventionen seiner Zeit sprengt – sich an einen Tisch setzen, mit denen, die außerhalb der Gesellschaft stehen, um gemeinsam Mahl zu halten, zum Zeichen der Versöhnung, als Zeichen, die Ausgeschlossenen und Ausgestoßenen heraufzuholen, zurück in die Gemeinschaft – ein Zeichen von solcher Tragweite, dass bis heute auf der ganzen Welt, in jedem Gottesdienst, den Christen feiern, daran erinnert wird.

Umso trauriger stimmt es vor diesem Hintergrund, dass eine Abendmahlsgemeinschaft der Konfessionen nicht möglich ist. Daher nutzen wir die Möglichkeit, die wir haben, und halten Agape.

Wir wollen mit dem Lesen des Bibeltextes und dem Lobpreis über den Wein und das Brot, den wir in Verbindung mit den Menschen des ersten Testaments mit den Worten sprechen, die seit diesen Zeiten als Segen über die Gaben benutzt werden, unsere Verbindung untereinander ausdrücken: So sprechen wir gemeinsam den Bibeltext, der ausgeteilt wurde:

So sprechen wir gemeinsam den Bibeltext, der ausgeteilt wurde:

Während der Mahlzeit nahm Jesus ein Brot, sprach das Segensgebet darüber, brach es in Stücke und gab es seinen Jüngern mit den Worten: »Nehmt und eßt, das ist mein Leib!« Dann nahm er den Becher, sprach darüber das Dankgebet, gab ihnen auch den und sagte: »Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das für alle Menschen vergossen wird zur Vergebung ihrer Schuld. Mit ihm wird der Bund in Kraft gesetzt, den Gott jetzt mit den Menschen schließt. Ich sage euch: Von jetzt an werde ich keinen Wein mehr trinken, bis ich ihn neu mit euch trinken werde, wenn mein Vater sein Werk vollendet hat!« (Mt 26,26-29 aus Gute Nachricht)

Segensspruch über den Wein:

1. Baruch ata adonai elohèinu mèlech ha olàm borè prei ha gefen

Segensspruch über das Brot:

2. Baruch ata adonai elohèinu mèlech ha olàm ha mozii lèchem min ha àretz

Tischgebet nach der Mahlzeit:

3. Baruch eloheinu sche achàlnu mischelo ubetovo chaienu - baruch hu ubaruch sch‘mo


Frank Roos