Zum Aufbau der Messfeier – eine Verstehenshilfe

Wortgottesdienst - Schriftlesungen

Hier setzen wir uns hin.

1. Lesung

Der Wortgottesdienst beginnt mit der 1. Lesung. Sie stammt in aller Regel aus dem Alten Testament, in der Osterzeit aus der Apostelgeschichte.

Antwortgesang

Auf diese Lesung antwortet die Gemeinde mit einem Antwortgesang – eigentlich ein passender Psalm. Meistens singen wir an dieser Stelle ein entsprechendes Lied.

2. Lesung

Die 2. Lesung wird aus jenen neutestamentlichen Texten genommen, die nicht zu den vier Evangelien gehören. Eigentlich sind von der Liturgie her sonntags immer zwei Lesungen vorgeschrieben. Aus pastoralem Notstand kann eine jedoch entfallen. Bei uns ist anscheinend fast immer pastoraler Notstand. Wir wählen nach dem Motto "weniger ist manchmal mehr" einfach die aus, die am ehesten passt.

Halleluja

Mit dem Halleluja beginnt der Evangelienteil. Weil im Evangelium Jesus Christus selbst zu uns spricht, erheben wir uns dazu.

Christus, der im Evangelium zu uns spricht, wird im Halleluja begrüßt. (Da bei uns nur eine Lesung vorgetragen wird, verwenden wir meist entweder einen Antwortgesang oder das Halleluja, selten beides.)

Evangelium

Nun folgt der Evangelientext. Die einzelnen Abschnitte der Evangelien sind auf drei Lesejahre verteilt. Lesejahr A folgt vornehmlich Matthäus, Lesejahr B dem Evangelium nach Markus und C dem Lukas-Evangelium. Johannestexte prägen in allen Lesejahren vor allem die Osterzeit und füllen das Lesejahr B auf, das mit dem kurzen Markus-Evangelium nicht voll zu bestreiten ist.

Beim feierlichen Gottesdienst wird das Evangelienbuch von Leuchtern begleitet. Kerzen sind Symbole für die Gegenwart Christi, der das Licht der Welt ist. Dies soll verdeutlichen, dass in diesem Wort Jesus Christus selbst zu uns spricht. Auch wird das Evangelienbuch oft mit Weihrauch verehrt, was wiederum die Bedeutung dieses Wortes unterstreichen soll.

Zu Beginn der Lesung aus dem Evangelium sagt der Diakon oder der Priester:

"Der Herr sei mit euch."

Die Gemeinde antwortet:

"Und mit deinem Geiste."

Darauf folgt ein Einleitungssatz, der angibt aus welchem Text heute vorgelesen wird:

"Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (oder Matthäus, Markus, Johannes)"

Der Zelebrant bezeichnet dabei den Beginn des Evangelienabschnittes, der nun vorgetragen werden soll, mit einem Kreuzzeichen.

Die Gemeinde antwortet darauf:

"Ehre sei dir, o Herr."

Dabei bezeichnen sich alle die Stirn, den Mund und die Brust mit einem kleinen Kreuz. Dies soll zum Ausdruck bringen, dass uns die Botschaft des Evangeliums dazu helfen soll, Gutes zu denken, zu sagen und auch zu tun.

Am Ende des Evangelienabschnitts sagt der Priester oder Diakon:

"Evangelium unseres Herrn Jesus Christus."

Die Gemeinde antwortet:

"Lob sei dir, Christus."

Dabei küsst der Priester oder Diakon symbolisch das Evangelienbuch zum Zeichen der Verehrung.

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