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Unser Glaube

Ein Versuch zeitgemäßer Antworten

Weiter-Button Zurück-Button Jakobs Kampf mit Gott

"In derselben Nacht stand er auf, nahm seine beiden Frauen, seine beiden Mägde sowie seine elf Söhne und durchschritt die Furt des Jabbok. Er nahm sie und ließ sie den Fluss überqueren. Dann schaffte er alles hinüber, war ihm sonst noch gehörte. Als nur noch er allein zurückgeblieben war, rang mit ihm ein Mann, bis die Morgenröte aufstieg. Als der Mann sah, dass er ihm nicht bekommen konnte, schlug er ihn aufs Hüftgelenk. Jakobs Hüftgelenk renkte sich aus, als er mit ihn rang. Der Mann sagte: Lass mich los; denn die Morgenröte ist aufgestiegen. Jakob aber entgegnete: Ich lasse dich nicht los; wenn du mich nicht segnest. Jener fragte: Wie heißt du? Jakob, antwortete er. Da sprach der Mann: Nicht mehr Jakob wird man dich nennen, sondern Israel (Gottesstreiter); denn mit Gott und hast du gestritten und hast gewonnen. Nun fragte Jakob: Nenne mir doch deinen Namen! Jener entgegnete: Was fragst du mich nach meinem Namen? Dann segnete er ihn dort. Jakob gab dem Ort den Namen Penuël (Gottesgesicht) und sagte: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch mit dem Leben davongekommen. Die Sonne schien bereits auf ihn, als er durch Penuël zog; er hinkte an seiner Hüfte. Darum essen die Israeliten den Muskelstrang über dem Hüftgelenk nicht bis auf den heutigen Tag; denn er hat Jakob aufs Hüftgelenk, auf den Hüftmuskel geschlagen." (Gen 32,23-33)

Vielleicht mag sich der eine oder die andere fragen, was dieser Text mit der Frage nach dem Leid zu tun hat. Überlegen Sie sich selbst, ob Sie darauf eine Antwort finden! Mich erinnert er an den vorangehenden Text von Mendel Singer! Mendel Singer hat in seinem Zorn auch versucht, mit Gott zu kämpfen. In dunklen Nächten des Leides, wenn wir all unsere Ohnmacht, unsere Fragen und unser Elend herausschreien, uns dabei immer wieder zu Gott hingezogen fühlen und von ihm abwenden wollen, befinden wir uns auch im Kampf. Wir wollen gesegnet werden, ringen aber immer weiter. Vielleicht haben wir am Ende auch das Gefühl, gestärkt zu sein, wenn die Morgenröte anbricht.
Lassen Sie diesen Text unter diesen Gesichtspunkten auf sich wirken!

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