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Geistliche Besinnung ACG-Sitzung am 25. Juni 2013 in der Neuapostolischen Kirche

Lob der Natur

Es lobe Ihn das weite Rund des Firmamentes
Es loben Ihn das Licht des Tages und die Dunkelheit der Nacht
Es lobe Ihn der Sonne heller Strahl
Es loben ihn der matte Schein des Mondes
und der stille Glanz der Sterne
Es loben Ihn die Höhe der Berge und die Tiefe der Meere
Es lobe Ihn das flache und hügelige Land
Es lobe Ihn das saftige Grün der Wiesen und Felder
Es lobe Ihn der Bäume und Sträucher köstliche Frucht
Es lobe Ihn die Vielfalt der Pflanzen und Blumen
und ihre farbige Blütenpracht
Es lobe Ihn der Tau der Morgenfrühe
Es lobe Ihn die Trockenheit der Wüste
Es loben Ihn die Vögel des Himmels und die Fische im Wasser
Es lobe Ihn alles Getier der Erde
Es loben Ihn das Blühen des Lenzes und das Reifen des Herbstes
Es loben Ihn die Wärme des Sommers und die Kälte des Winters
Es loben Ihn das Murmeln des Baches
und das Rauschen des Flusses
Es loben Ihn der leise Hauch des Windes
und das Heulen des Sturmes
Es loben ihn der Regen, Hagel, Eis und Schnee
Es loben Ihn das verzehrende Feuer und die Gewalt der Fluten.
Es lobe Ihn der ganze Erdenkreis
© Heinz Pangels

Wenn ich höre, es lobe ihn die Gewalt der Fluten, denke ich in diesem Jahr an die Opfer der Flutkatastrophe. Viele Menschen haben durch die Gewalt der Fluten zu leiden gehabt. Wir haben den Eindruck, die Natur ist aus den Fugen geraten. Erst war der Winter zu dunkel, zu trüb und zu lang, der Frühling viel zu nass und nun sind die ersten Sommertage viel zu heiß gewesen. Wir spüren, wenn Gott uns den Auftrag gegeben hat, "macht Euch die Erde untertan", kann das nicht heißen, unterwerft sie Euch und beutet sie aus, sondern, geht behutsam mit ihr um, achtet sie und respektiert sie. Wir wissen, durch unsere Flußbegradigungen, haben wir das Hochwasser verursacht, das Wasser kann nirgendwo mehr ablaufen, es fehlen die Wiesen. Gerade jetzt, im Frühling und beginnenden Sommer sehnen wir uns nach Grün und daher sollten wir sehen, dass wir davon noch genug haben. Wenn ich in südlichen Ländern Urlaub gemacht habe und dort von der Hitze und vom fehlenden Regen alles verbrannt ist, weiß ich das Grün unserer Wiesen und Wälder wieder ganz neu zu schätzen. 

In einer Meditation, die ich fand, wurde ein Lob über den grünen Wald, der uns ein schattenspendendes Blätterdach gibt, ausgesprochen. Diese Meditation lehnt sich an ein Bibelzitat aus dem Buch Baruch an. Dort heißt es:
Denn Gott hat befohlen: Senken sollen sich alle hohen Berge und die ewigen Hügel, und heben sollen sich die Täler zu ebenem Land, so daß Israel unter der Herrlichkeit Gottes sicher dahinziehen kann. Wälder und duftende Bäume aller Art spenden Israel Schatten auf Gottes Geheiß. (Baruch 5, 7f)
Ich wünsche Ihnen in diesem Sommer einen Spaziergang im Schatten der Bäume, getragen von Gottes Schutz. Gehen Sie aufmerksam und bewundern sie dabei die Schöpfung, danken sie dem Schöpfer und loben sie ihn. Bedenken Sie, wenn wir sie nicht bewahren, ist sie für unsere Kinder und Enkel kein schützendes Dach mehr. Daher ist eine erhöhte Achtsamkeit von uns als Christinnen und Christen gefordert.

Wir wollen den Lobpreis noch im wunderschönen Sommerlied Paul Gerhardts "Geh aus mein Herz" ausklingen lassen.

 (Marieluise Gallinat-Schneider)

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