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ACG-Jahresgottesdienst am 29. Oktober 2011 in St. Josef

Thema: "Die Welt soll dadurch zum Glauben kommen, dass sie die Einheit und Einigkeit der Christen sieht."

musikalische Gestaltung: Talita kum

Eingangsstück: Beten

Begrüßung: Liturgischer Gruß/Votum 

Lied: Eines schönen Tags

Gebet 

Bibeltext: Joh 17, 20-26 Jesu Fürbitte für alle Glaubenden
Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, daß du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich. Vater, ich will, daß alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt. Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und sie haben erkannt, daß du mich gesandt hast. Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin.

Ansprache/Statements zu Ökumene 
Liebe Schwestern und Brüder,
wir von der ACG haben uns heute Nachmittag schon getroffen und getagt. Das Thema des heutigen Gottesdienstes: "Die Welt soll dadurch zum Glauben kommen, dass sie die Einheit und Einigkeit der Christen sieht", hat uns dabei geleitet. Im Bibeltext aus dem Johannesevangelium ist der zentrale Satz "alle sollen eins sein". Diese Bitte Jesu wird in der Vorlage für ökumenische Partnerschaften, die das Erzbistum Freiburg und die Landeskirche Baden miteinander verfasst haben und die einzelne Gemeinden ja schon miteinander abgeschlossen haben, aufgegriffen. Die Präambel dieser Vereinbarung macht deutlich, auf welcher Grundlage Ökumene möglich ist. Es ist die Anerkennung der Taufe, die Bitte Jesu, dass alle eins seien und es ist auch das Glaubensbekenntnis von Nicäa, das wir auch in diesem Gottesdienst gemeinsam beten werden. Wenn wir hören, dass Jesus uns den Wunsch nach Einheit aller Glaubenden mit auf den Weg gibt, wissen wir, dass die Praxis in den einzelnen Gemeinden unterschiedlich ist, aber dennoch stehen wir auf dem Fundament des selben Glaubens. Daher wollen wir Jesu Bitte ernst nehmen und diese Einheit anstreben. Wie aber können wir dies erreichen?
Um Sie alle auf den gleichen Stand zu bringen, möchte ich Ihnen kurz über die Genese unserer heutigen Zusammenkunft berichten:

Im Juni 2010 haben wir in unserer Sitzung beschlossen, die Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden in Bruchsal, die in den 70ger Jahren gegründet wurde, ungefähr zeitgleich mit dem Prozess der Gebietsreformen, als die Ortsteile eingemeindet wurden und daher eine reine Kernstadt-ACG war, zu erweitern. Es ist heute, wo statt der 6 katholischen Pfarreien und 3 evangelischen nur noch 2 Seelsorgeeinheiten und 2 Pfarreien existieren, sicher zeitgemäß, die ganze Stadt Bruchsal im Blick zu haben. Am 23. Oktober 2010 bildete der damalige Jahresgottesdienst den Startschuss zum Vereinigungsprozess. Danach gab es ein Schreiben mit der Anfrage, ob die einzelnen Pfarreien einer Erweiterung zustimmen. Dies haben getan: alle katholischen Bruchsaler Pfarreien, die Christusgemeinden Ober- und Untergrombach, die Luthergemeinde, Paul-Gerhardt-Gemeinde, EmK. Einen Gaststatus streben die FeG und die Neuapostolische Gemeinde an.
Im Mai hatten wir ein großes Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern aller Gemeinden. Danach wurde ein Satzungsentwurf ausgearbeitet. Heute Nachmittag haben wir die Präambel formuliert und uns überlegt, wie wir der Stadt gegenüber mit einer Stimme als Christinnen und Christen in Bruchsal sprechen können. Wir haben darüber nachgedacht, was uns als Christen eint, auf welchem gemeinsamen Grund, auf welchem Fundament wir stehen. Verschiedene Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Gemeinden wollen ihre Statements dazu nun abgeben.

Statements

Diese Überlegungen und persönliche Zeugnisse flossen heute Nachmittag in die Überlegungen zur Präambel mit ein. Wir bildeten zwei Kleingruppen und sahen uns als Vorlage Satzungsentwürfe anderer ACKs und die Präambel der ökumenischen Partnerschaften an. Am Ende stellten wir fest, dass die beiden dabei verfassten Entwürfe sich nicht wesentlich unterschieden. Ich will Ihnen die Präambel nun vorlesen:

Präambel der Satzung der ACG Bruchsal

Die unterzeichnenden christlichen Gemeinden in Bruchsal schließen sich zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden (ACG) zusammen.

Ihr Fundament ist das Wort Gottes, wie es die Heilige Schrift bezeugt.

Sie erkennen das Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel (381) als Auslegung der Heiligen Schrift an.

In Jesus Christus ist ihnen die Einheit als Grundlage und ständige Aufgabe vorgegeben (1 Kor 12 und Joh 17). Dies verpflichtet sie zu konkreten Schritten zur "sichtbaren Einheit in einem Glauben und der eucharistischen Gemeinschaft" (Verfassung des ökumenischen Rates der Kirchen).

Sie begegnen einander in gegenseitiger Wertschätzung und in der Anerkennung, Gemeinde in der Nachfolge Jesu Christi zu sein.

So wollen sie den gemeinsamen Glauben an den Herrn Jesus Christus der Haupt seiner Kirche und Herr der Welt ist, durch Zeugnis und Dienst zum Ausdruck bringen, zur Ehre des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Das Große Glaubensbekenntnis (Ökumenische Fassung)
Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat,
Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt
unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wieder kommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn
angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, allgemeine
und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe
zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Lied: Wenn das Leben Wurzeln schlägt

Fürbitten

Vaterunser 

Aktion: es werden Körbchen herumgereicht und statt Kollekte hineinzugeben, darf jeder und jede den aaronitischen Segen herausnehmen

dazu Musik Einsam bist du klein

Segen (Gemeinsam)
Der Herr segne euch und behüte euch;
der Herr lasse sein Angesicht über euch leuchten
und sei euch gnädig;
er wende euch sein Antlitz zu und schenke euch seinen Frieden.
Das gewähre euch der dreieinige Gott,
der Vater und er Sohn und der Heilige Geist.
Gehet hin in Frieden.

Nachspiel Keinen Tag soll es geben

 (Marieluise Gallinat-Schneider)

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