Zurück zur StartseiteArbeit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden in Bruchsal

Die Arbeit der ACG finden Sie auf deren Homepage

Da wir diese Homepage angelegt haben, finden Sie auf dieser Seite nur einen Ausschnitt der Arbeit der ACG. Da es meine persönliche Homepage ist, habe ich vor allem die Texte eingestellt, die ich mit verfasst habe, aber auch einige Ausschnitte der Arbeit insgesamt (vor allem Zeitungsartikel über die Arbeit, die ich gesammelt habe). Wenn Sie die einzelnen Überschriften anklicken, öffnen sich die Abläufe der Veranstaltungen. 

Gedanken zum ökumenischen Frauenbibelabend am 18.01.05

Geistliches Wort zur ACG-Sitzung am 14.07.05 in St. Anton

Bericht über die Kollektenübergabe des ACG-Vorstandes an die Klinikseelsorge am 18. November 2005

Mensch von Anfang an

In der Vorbereitung zum letzten Jahresgottesdienst der Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden in Bruchsal, der am 8. Oktober stattfand, wurde beschlossen, die Kollekte an die Klinikseelsorger des Bruchsaler Krankenhauses zu überweisen, die sich mit viel Engagement und in beispielhafter Ökumene um trauernde Eltern und die Sammelbestattungen auf dem neu eingerichteten Kleinstkindgräberfeld auf dem Bruchsaler Friedhof kümmern. Dank der Initiative der Stadt, der Friedhofsgärtnerei Siegele und des Steinmetzbetriebs Wilhelm waren die Kosten für die Grabanlage und den zweiten Stein hinter dem Krankenhaus zwar schon reduziert worden, aber die Regenbogen auf den Steinen, die die Karlsruher Majolika angefertigt hat, sollten von Spenden finanziert werden. Außerdem bekommen die trauernden Eltern auch eine Fliese mit dem Regenbogen, dieser Brücke zwischen Himmel und Erde und der Aufschrift "Mensch von Anfang an". Seit vielen Jahren ist es ein Anliegen der Bruchsaler Christen, dass Eltern, die eine glücklose Schwangerschaft erlebten, die Möglichkeit der Bestattung und eines Ortes der Trauer gegeben wird. So konnte der Vorstand der ACG: Pastor Erich Heß (evangelisch-methodistische Gemeinde), Frau Waltrud Blaurock (Prädikantin, evangelische Luthergemeinde) und Marieluise Gallinat-Schneider (katholische Gemeindereferentin, Seelsorgeeinheit St. Peter) bei einem Treffen mit den Klinikseelsorgern, Pastoralreferenten Bernd-Michael Beck und Pfarrer Bernhard Wielandt, das Ergebnis der Kollekte in Höhe von 520,55 € überreichen. Bei der Gelegenheit informierte sich der Vorstand über den Ablauf der Bestattung, die dreimal jährlich in der Schauzelle des Friedhofes beginnt. Dann wird der Sarg von Vätern zum Kleinstkindgrabfeld getragen. Nach der Bestattung findet im Raum der Stille des Krankenhauses eine Andacht statt. Am Stein beim Krankenhaus, dem Ort, an dem die Kinder tot geboren werden, wurde ein Gesteck niedergelegt und ein kurzes Gebet im Gedenken an die Eltern und Kinder gesprochen. Damit sollte in der Zeit des allgemeinen Totengedenkens zwischen Allerseelen und Totensonntag auch an die Familien gedacht werden, die ein Kind erwarteten, das tot zur Welt kam. Die nächste Sammelbestattung ist am 21.03.06.

 

Ökumenische Bibelwoche 2006

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden in Bruchsal lädt – wie alljährlich im Januar- zur ökumenischen Bibelwoche ein. Wir befassen uns immer abwechselnd mit einem alt- bzw. neutestamentlichen Text. In diesem Jahr steht in der Zeit vom 22.-29. Januar 2006 wieder das Alte Testament im Mittelpunkt, mit dem Buch Kohelet (Prediger), das für die meisten Christen nur durch den Text „Alles hat seine Zeit“ bekannt ist. Wir wollen uns jedoch dem für viele unbekannten Buch in sechs Texten umfassender nähern. Kohelet beschreibt in diesem biblischen Buch das Glück, dessen Vergänglichkeit er erkennen muss. Dieses Buch, das in die Weisheitstexte einzuordnen ist, orientiert sich an orientalischen und griechischen Lehren. Am Ende lautet seine Frage: Was bleibt? Es ist alles Windhauch. Aber alles Leben geht auf Gott den Schöpfer zurück und daher ist dieses Resümee nicht pessimistisch zu verstehen.

Von Konfirmanden bis zu Senioren sind in insgesamt 4 Veranstaltungen alle Christen eingeladen, sich diesem biblischen Buch mit Exegese, Schriftgespräch und ergänzenden Bildern, Musikstücken und Texten zu nähern. Den Auftakt und Abschluss bilden die Sonntagsgottesdienste in verschiedenen Bruchsaler Kirchen.

BNN, Bruchsalter Rundschau, Freitag 13.01.06

Exegese am ökumenischen Frauenbibelabend am 24.01.06 im Martin-Lutherhaus

Als das Evangelium laufen lernte - Ökumenische Bibelwoche 2007

In der Woche vom 21.-28. Januar 2007 findet in Bruchsal wieder die ökumenische Bibelwoche statt, die von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden (ACG) veranstaltet wird. Das Thema lautet: Ein neuer Weg mit Gott –als das Evangelium laufen lernte. Anhand von ausgewählten Texten werden wir uns mit der Apostelgeschichte des Neuen Testamentes befassen.

Im Gottesdienst am 21.01. in der Luthergemeinde führt Dekan Brjanzew unter dem Titel „Die Sache Jesu geht weiter“ ins Thema ein.

Am 23.01. findet um 20 Uhr der erste Abend im Antoniushaus im großen Saal statt. Dort heißt es „Die neue Gestalt des Gottesvolkes“. Gemeindereferentin Gallinat-Schneider und das Frauenteam beschäftigen sich mit dem Apostelkonzil, das von uns heute auch nicht unbekannten Konflikten in der Gemeinde berichtet.

Am Mittwoch, 24.01., treffen sich die Konfirmanden unter Leitung von Pfarrerin Jourdan und Pfarrer Schowalter mit Team ab 16.30 Uhr im Lutherhaus zum Thema „Freude finden –ein Mann wird getauft“, am gleichen Nachmittag treffen sich die Senioren um 14.30 Uhr im Vinzentiushaus zum Thema „Die gute Nachricht für Suchende“ unter Leitung von Gertrud Brückmann und Diakon Betz.

Am Donnerstag, 25.01. beschäftigen sich Pastor Heß und Diakon Wilhelm mit Team mit dem Evangelium im Konflikt mit Geld und Macht. Der Abend findet um 20 Uhr im Bernhardussaal im Gemeindezentrum St. Anton statt.

Zum Abschluss predigt am 28.01. wieder um 10 Uhr in der Lutherkirche Pfarrvikar Stein über Paulus in Rom.

BNN, Bruchsaler Rundschau Freitag 19.01.07

Exegese zum ökumenischen Bibelabend am 23.01.07 im Antoniushaus

Ökumenischer Kinderbibeltag am 30.06.07

Foto: Hübner

Das Thema lautete "Online mit Gott" - das Vater unser

Wer sich für die Ausarbeitungen unserer Kinderbibeltage interessiert, hier die Themen:

Geistliches Wort ACG-Sitzung am 12.07.07

Gedanken zur Teilnahme am ökumenischen Frauenkongress

Neuer Vorstand der ACG

In der letzten Sitzung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden (ACG) in der Kernstadt Bruchsal  am 14.11.07 standen Neuwahlen an. Der Vorstand war drei Jahre im Amt und Frau Waltrud Blaurock von der Luthergemeinde sowie Pastor Erich Heß von der Evangelisch-methodistischen Gemeinde (EMK) schieden nach langjähriger Mitarbeit aus der ACG aus. Pastor Heß war Gründungsmitglied vor 31 Jahren und damals schon Mitglied des Vorstandes. Er war dann eine Zeit lang als Pastor in Lahr tätig. Nach seiner Rückkehr als Pensionär übernahm er vor 5 Jahren wieder den Vorstand. Frau Blaurock war 3 Jahre im Vorstand, aber vorher schon lange Jahre als Vertreterin des Ökumenischen Treffs und als Älteste der Luthergemeinde in der ACG. Auch Herr Jürgen Mannherz der Kassier, der auch schon Gründungsmitglied war und als Vertreter der EMK in der ACG war, stellte sein Amt zur Verfügung und beendete seine Tätigkeit in der ACG. Aufgrund der Wahlen der Kirchenältesten wird sich die Zusammensetzung der ACG für die nächste Amtsperiode ohnehin ändern, aber die Vertreter(innen) wurden noch nicht gewählt. Gemeindereferentin Marieluise Gallinat-Schneider, Seelsorgeeinheit St. Peter, war jetzt 3 Jahre im Vorstand und stand als einzige zur Wiederwahl an. Sie bedankte sich mit einem Präsent bei den ausscheidenden Mitgliedern für ihre langjährige Arbeit.

Der neue Vorstand besteht aus Marieluise Gallinat-Schneider als Vertreterin der katholischen Gemeinden, Pastorin Ulrike Jourdan für die evangelisch-methodistische Gemeinde und Pfarrer Achim Schowalter von der Paul-Gerhardt-Gemeinde als Vertreter für die evangelischen Gemeinden.

ACG ökumenischer Jahresgottesdienst 2009

Termin: 10. Oktober 2009 - 18 Uhr Lutherkirche

Thema: Sucht mich, dann werdet ihr leben!" (Am 5,4) - Prophetisches Handeln gestern und heute

Ankündigung ökumenischer Bibeltag im Amtsblatt Nummer 10 von Donnerstag, 11. März 2010

Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden Bruchsal

Ökumenischer Bibeltag

Am Samstag, 20. März, findet von 10 bis 16 Uhr in den Räumen der Evangelisch-methodistischen Kirche, Moltkestraße 3 ein Ökumenischer Bibeltag der Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden in Bruchsal statt, zum Thema „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!", zu dem wir Sie alle herzlich einladen.
Das allgemeine Thema der ökumenischen Bibelwoche sind die Jakob-Esau-Geschichten (Gen 25-33). Statt einer ganzen Bibelwoche wollen wir uns einen Samstag Zeit nehmen, um uns den Texten der Bibelwoche aus dem Alten Testament zu nähern. Zunächst führt uns der evangelische Theologe und Ordinarius für Alttestamentliche Theologie an der Universität Heidelberg Manfred Oeming mit seinem Impulsreferat ins Thema ein. Am Nachmittag werden wir dann Kleingruppen zu den Aspekten Geschwisterstreit, Jakobs Traum und Kampf und Segen bilden. Zum Abschluss feiern wir einen Segensgottesdienst miteinander. Es gibt Mittagessen und Kaffee, daher wird um einen Kostenbeitrag von 10 Euro gebeten. Um genauer planen zu können bitten wir um Anmeldung bitte bis Freitag, 12. März, beim Pfarramt der Paul-Gerhardt-Gemeinde,
Paul-Gerhardt-Straße 29.

Grafik: www.contactgrafik.de © Constanze Spranger

Ökumenischer Bibeltag zu den Jakobsgeschichten am 20. März 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Amtsblatt der Stadt Bruchsal Nr. 19 vom Freitag, 14. Mai 2010

Neue Broschüre erhältlich: "Abschied in Würde"

Ein Ratgeber für die Zeit davor und danach

"Ich erlebe immer wieder, dass die Patientenverfügung der Beginn der Auseinandersetzung mit dem Tod ist", informierte Claudia Schäfer vom Ökumenischen Hospizdienst Bruchsal, als im Interrimsrathaus auf dem Campus das neue Informationsmaterial der Stadtverwaltung mit der Broschüre "Abschied in Würde - Ein Ratgeber für die Zeit davor und danach" vorgestellt wurde. Marieluise Gallinat-Schneider bestätigte für den Arbeitskreis Christlicher Gemeinden Bruchsal (ACG), dass die wenigsten Angehörigen von Verstorbenen über die Gestaltung des danach vorbereitet sind".

Wer möchte schon mitten im Leben über den Tod nachdenken? Vielen von uns fällt es sicher schwer, sich bereits zu Lebzeiten mit dem Lebensende auseinanderzusetzen. Mit dem neuen Ratgeber möchte die Stadt Bruchsal zur Auseinandersetzung mit der letzten Lebensphase anregen. Dazu hat Traugott Bräuninger von der Stadtverwaltung städtische Akteure, die sich in ihrer täglichen Arbeit mit "Leben und Tod" auseinandersetzen, für die Mitarbeit am Ratgeber gewinnen können. Für den "Weitblick und das Engagement bei diesem Projekt" bedankte sich Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick beim Arbeitskreis Christlicher Gemeinden, den Klinikseelsorgern Bernd-Michael Beck und Bernhard Wieland, dem Ökumenischen Hospizdienst Frau Claudia Schäfer mit Herr Dr. Peter Hummel und der Friedhofsverwaltung.

Die Broschüre richtet sich sowohl an von einem Trauerfall betroffene Angehörige, aber auch an diejenigen, die sich bereits zu Lebzeiten bewusst mit dem Tod auseinandersetzen wollen. Der Ratgeber gibt Antworten auf folgende exemplarische Fragen:

Die neue Informationsbroschüre bietet damit eine gute Hilfestellung für eine vorausschauende und langfristige Auseinandersetzung mit einem schwierigen Thema. Pfarrer Achim Schowalter begrüßte ausdrücklich die "gute Idee" der Stadtverwaltung und lobte das "kompakte Informationsmaterial". Für Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick ist der neue Ratgeber ein gutes Instrument, um sich "Mitten im Leben mit dem Tod beschäftigen zu können und Orientierung zu finden".

Der Ratgeber "Abschied in Würde" ist Teil einer umfangreichen Informationsmappe der Friedhofsverwaltung, mit zusätzlichen spezifischen Informationen über Grabstätten und Friedhöfe. Mit Blick auf andere Gemeinden betrachtet Klinikseelsorger Bernd-Michael Beck die Stadt deshalb als "Vorreiter bei der Bereitstellung dieses umfangreichen Informationsangebots". Der Ratgeber liegt ab sofort kostenlos im Bürgerbüro, den Verwaltungsstellen sowie dem Standesamt und darüber hinaus in den Pfarreien und dem Hospiz aus. Die gesamte Informationsmappe dient als Grundlage für Beratungsgespräche der Friedhofsverwaltung und den Verwaltungsstellen. (BK)

ZUM BILD: Claudia Schäfer - Hospizdienst, Bernd-Michael Beck - Klinikseelsorger, Cornelia Petzold-Schick - Oberbürgermeisterin, Traugott Bräuninger - Bau- und Vermessungsamt / Bestattungswesen und Pfarrer Achim Schowalter und Marieluise Gallinat-Schneider vom Arbeitskreis Christlicher Gemeinden Bruchsal bei der Präsentation des Ratgebers "Abschied in Würde". Foto: pa

BNN, Bruchsaler Rundschau vom 15. Mai 2010

ACG-Jahresgottesdienst am 23. Oktober 2010 in der St. Peterskirche

Thema: Wasser des Lebens teilen

 

Osterbotschaft der ACG im Amtsblatt:

Liebe Leserinnen und Leser,
täglich werden wir mit neuen Nachrichten konfrontiert, die wohl kaum jemanden von uns kalt lassen. Die Folgen des Tsunamis in Japan, die Probleme in den Atomkraftwerken - besonders in Fokushima - führen uns deutlich vor Augen, dass wir Menschen bei weitem nicht alles so im Griff haben, wie wir wollen. Im Blick auf die Atomkatastrophe haben manche Goethes Zauberlehrling bemüht: "Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los." Und die Diskussion über Atomkraftwerke bei uns in Deutschland wird so intensiv geführt, wie noch nie.

In Nordafrika erleben wir gerade, wie der Ruf nach Freiheit, Gerechtigkeit, Mitbestimmung und besseren Lebensbedingungen ganze Gesellschaften verändert. Während sich in Ägypten die Veränderungen weitgehend gewaltfrei vollziehen, spitzen sich in Libyen und anderen Staaten die Konflikte bis in militärische Aktionen zu und zeigen das Gesicht menschlicher Grausamkeiten.
Manchmal stehen wir verständnislos vor menschlichem Machbarkeitswahn und menschlicher Selbstherrlichkeit und Grausamkeit.

In der Passions- und Fastenzeit steht uns auch Leiden und Sterben und menschliche Unmenschlichkeit vor Augen. Jesus: verraten von einem engen Weggefährten - verleugnet von dem Freund, dem er besonders viel Verantwortung anvertrauen wollte - alleingelassen von seinem Freundeskreis - gefoltert - durch politische Intrigen zum Tod verurteilt - in der Öffentlichkeit bloß gestellt und wie ein Verbrecher hingerichtet. Der Weg der Liebe scheint in der grausamen menschlichen Wirklichkeit zu enden.

In der Auferstehung Jesu an Ostern macht Gott deutlich, dass ihm diese Welt mit ihren großen und kleinen Geschichten nicht egal ist und dass ihm die Geschichte dieser Welt nicht aus den Händen gleitet - ja, dass selbst der Tod nicht das letzte Wort hat.

Jemand hat einmal die Geschichte dieser Welt mit einem gewebten Teppich verglichen. Wenn man von unten auf solch einen Teppich schaut, sieht alles ziemlich wirr aus. Die Fäden laufen durcheinander; ein Muster lässt sich nur ansatzweise erkennen. Nur von oben erschließt sich das Gesamtbild.
Im Moment sehen wir den Teppich der Weltgeschichte nur von unten. Da bleibt vieles offen, vieles ergibt kein Bild, mancher Faden läuft ins Leere. Aufgrund der Auferstehung dürfen wir glauben und hoffen, dass wir einmal den Blick von oben auf den Teppich der Weltgeschichte werfen dürfen und manches der Weltgeschichte und auch in unserem persönlichen Leben mit anderen Augen sehen und verstehen werden.
Die Auferstehung Jesu ist das Zeichen, dass es Sinn und Hoffnung gibt - in diesem Leben, für dieses Leben und darüber hinaus.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Ostern!
Ihr Pfarrer Schowalter

Veranstaltung zur ACG-Erweiterung am 31.5.2011 im Antoniushaus Bruchsal

Gemeindereferentin Gallinat-Schneider begrüßte die Anwesenden und hielt einen geistlichen Eingangsimpuls zum Pfingstbild von Sieger Köder. 

Danach gab Pfarrer Schowalter einen kurzen Abriß über die Geschichte der ACG Bruchsal. 

Unterstützt von den Moderatoren Hartmann und Rühle ging es danach mit folgenden Fragen in 4 Kleingruppen:

Die zukünftige ACG für die Stadt Bruchsal

Angenommen in 3 Jahren stellen wir als Bruchsaler Christen fest, dass es eine lebendige ACG gibt:

1. Wer merkt dies am meisten?
2. Woran würde man dies bemerken?
Was hat die ACG dann gemacht?

Bitte einigen Sie sich in der Gruppe auf 4-5 Punkte je Frage und schreiben Sie diese groß und leserlich auf je ein Kärtchen.

Bitte benennen sie eine Person, die das Gespräch leitet und auf die Zeit achtet.

Im Plenum wurden die Ergebnisse vorgestellt und am Ende eine Satzungskommission eingesetzt, die Vorschläge zur ACG-Erweiterung erarbeiten wird.

ACG-Jahresgottesdienst am 29. Oktober 2011 in St. Josef

Thema: "Die Welt soll dadurch zum Glauben kommen, dass sie die Einheit und Einigkeit der Christen sieht."

"Volkstrauertag als Mahnung und Hoffnung" BNN Bruchsaler Rundschau vom 14. November 2011

Gedenkfeier der Stadt Bruchsal und der Bundeswehr

Von unserer Mitarbeiterin Petra Steinmann-Plücker

Bruchsal. "Die Toten mahnen uns, nicht gleichgültig gegenüber unserer Geschichte zu werden." In ihrer Ansprache zum Volkstrauertag in der Aussegnungshalle des Bruchsaler Friedhofs rief die Oberbürgermeisterin der Stadt, Cornelia Petzold-Schick, vor allem dazu auf, "nicht zuzusehen, nicht stillzuhalten und nicht zuzulassen, dass Gewalt uns beherrscht." Frieden sei mehr als die Abwesenheit von Krieg; Frieden wolle jeden Tag neu erarbeitet werden. Die Vergangenheit drohe vergessen zu werden, wenn man zulasse, dass gerade junge Menschen gegenüber Tod und Gewalt gleichgültig würden.
Der Volkstrauertag sei Mahnung und Hoffnung, damit die Menschen aus der Geschichte und der heutigen Situation lernten. Der Gedenktag biete auch die Möglichkeit zu Begegnungen und Gesprächen, die ermöglichen zu sehen, wie aktive Soldatinnen und Soldaten in der Gesellschaft verankert seien. Gerade am Standort Bruchsal seien militärische und zivile Welt verzahnt. Für den Frieden seien nicht die Soldatinnen und Soldaten allein verantwortlich, sondern alle Menschen sollten um den täglichen Frieden kämpfen. So sei der "Volkstrauertag als Volksmahntag für einen Volksfriedenstag" zu sehen.
Wichtig, einen Platz für die Trauer zu haben

Als Vertreterin der Kirchen hielt Gemeindereferentin Marieluise Gallinat-Schneider die Gedächtnisansprache, in der sie anhand aktueller Beispiele wie der Flutkatastrophe in Pakistan, des Reaktorunglücks in Japan und des Amoklaufs in Norwegen vor Augen führte, wie schnell eine ganze Nation Staatstrauer tragen kann. Wichtig für die Trauer sei es, einen Platz dafür zu haben, wie Grabstätten auf dem Friedhof. Und wichtig es sei auch Tage der Stille zu haben, wie den Volkstrauertag, um das Gedenken an die nächsten Generationen weitergeben zu können, denn "den Ruf der Mahnung o durch die Toten hören wir nicht im Trubel." Und es sei ein Werk der Barmherzigkeit, derer zu gedenken, an die sonst keiner mehr denkt. Verbunden mit dem Gedenken an die Toten sei die Mahnung an Friedfertigkeit verbunden, denn "unsere Verantwortung gilt dem Frieden. Zuhause und in der ganzen Welt."
Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag wurde angemessen musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle Bruchsal sowie dem Männergesangverein Cäcilia 1899 und schloss mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal durch OB Petzold-Schick und dem Standortältesten der Garnisonsstadt, Oberst Fred Hilpert.
Feiern gab es auch in den übrigen Stadtteilen Bruchsais sowie in den umliegenden Gemeinden. Ein Novum gab es in Ubstadt-Weiher (siehe Seite auch 11).

die Ansprache findet sich hier: Ansprache Volkstrauertag

Ökumenische Aktion im Advent, BNN, Bruchsaler Rundschau, 19.12.2011:

Amtsblatt der Stadt Bruchsal, Weihnachtsgrußbotschaft der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen 2011:

Reklame will provozieren, das weiß ich. Und es gelingt ihr auch immer wieder! Seit dem Montag nach dem ersten Adventssonntag entdecke ich in Bruchsal überall Plakate einer großen Elektronikmarkt-Kette, die mich zum Widerspruch anregen, die mich ärgern. Ich habe das Gefühl, egal wo ich gehe oder fahre, an jeder roten Ampel, überall springt mich förmlich dieses Plakat an, mit dem Weihnachtsbaum im Hintergrund - kaum sichtbar - und davor Elektrogeräte, ein Flachbildfernseher, ein Kühlschrank etc. Aber das ist gar nicht das, was mich so umtreibt, sondern die groß über das Plakat gesetzte Aussage:

„Weihnachten wird unterm Baum entschieden“!?

Ist das so? Ich denke darüber nach, ob die Kommerzialisierung von Weihnachten tatsächlich so weit fortgeschritten ist, dass es nur noch um die Geschenke geht. Kein Wunder, dass sich Menschen entsetzt abwenden und die, die keinen Zugang haben, ihn durch solche Aussagen auch nicht bekommen können. Was liegt da in den Wohnzimmern an Weihnachten so unterm Baum?

Ich kenne viele Menschen, bei denen liegen dort nicht die Geschenke. Dort findet man die Krippe.

Um sie zu entdecken, müssen wir uns klein machen. Als Kinder haben wir uns unter den Baum gelegt, um das Jesuskind anzuschauen. Dort im Stall, einfach, auf Heu und Stroh, liegt ein Kind. Gott macht uns dieses Kind zum Geschenk, das ist der Grund, weshalb wir Weihnachten feiern. Wir haben Grund zu feiern, weil Gott Mensch wurde und unter uns ist und das nicht nur an Weihnachten.

Gottes Sohn kam in aller Bescheidenheit zur Welt, nicht im grellen Lichterglanz, in Luxus und Kommerz. Er ist bei uns Menschen und solidarisiert sich mit uns: mit denen, die an Weihnachten nicht schenken können, die nichts bekommen, weil sie einsam sind, die krank und vergessen sind, die kein Zuhause haben. Er ist auf der Seite der Menschen. Er ist bei denen, die ernst machen mit dieser Menschlichkeit Gottes, die sich selbst anstecken lassen und anderen etwas Gutes tun.

Dies ist die Kernaussage von Weihnachten und sie wird symbolisch sichtbar im Kind in der Krippe, die wir zu Hause aufstellen, die wir unter den Weihnachtsbaum stellen, weil wir als Christinnen und Christen den Sinn dieser Botschaft für wichtig erachten.

So entscheidet sich Weihnachten vielleicht doch unter dem Baum - nur eben ganz anders, als die Werbefachleute es mit der Aussage auf dem Plakat intendieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest mit Blick auf die Krippe und ihre Zusage, dass Gott uns Menschen nicht vergisst, sondern bei uns ist, wann, wo und wie es auch sei. In dieser Gewissheit können wir auch geleitet und getrost in das Jahr 2012 gehen.

Marieluise Gallinat-Schneider
geschäftsführende Vorsitzende der
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden, Bruchsal

Ankündigung des ökumenischen Jahresgottesdiens

Am 13. Oktober findet um 18 Uhr in Lutherkirche der ökumenische Jahresgottesdienst der Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden (ACG) Bruchsal statt. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Neuen Geistlichen Lied gestaltet. Dieser Gottesdienst ist gleichzeitig Endpunkt eines längeren Prozesses, die ACG aus einem Kernstadtgremium in eine alle Bruchsaler Gemeinden und Orte umfassende Arbeitsgemeinschaft umzuwandeln und gleichzeitig der Startpunkt der neuen ökumenischen Arbeit in der Stadt Bruchsal. Im Gottesdienst wird die Satzung von den Pfarrgemeinderäten und Ältesten feierlich unterzeichnet. Wir laden alle Gemeindemitglieder herzlich ein, diesen Schritt mit uns zu gehen und den Gottesdienst mit uns zu feiern. So wie es bei Paulus im Korintherbrief um den einen Leib und die vielen Glieder geht, so wollen wir als verschiedene christliche Gemeinden uns um die Mitte Christus sammeln und gemeinsam unseren Glauben feiern.  

Sitzung und Gottesdienst

Um 16 Uhr trafen sich alle Gemeindeleitungen der beitretenden Gemeinden im Martin-Luther-Haus zu einer gemeinsamen Sitzung. Dabei wurde die alte ACG aufgelöst und die neue gegründet. Danach wurde über die neues Satzung abgestimmt, die einstimmig angenommen wurde.

Herr Dr. Franz Porz aus Obergrombach moderiert die Sitzung

Die Debatte um die neue Satzung erfordert viel Aufmerksamkeit

Sie ist hier nachzulesen.

Im Anschluss feierten wir gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst:

Wenn das Brot, das wir teilen, so haben wir gesungen und es praktiziert, hier wird dies angekündigt

Zum Abschluss sprach unsere Oberbürgermeisterin, Cornelia Petzold-Schick ein Grußwort

Weihnachtsgruß der ACG 2012

In den Gemeinden St. Peter und Paul-Gerhardt gibt es momentan einen ökumenischen Glaubensprozess "auf der Spur Jesu". Am ersten Abend, jetzt im Dezember, wurde im Gespräch deutlich, dass die vorgefertigten Bilder vom niedlichen Jesus, dem blondgelockten Baby mit reinlichen Windeln es uns oft schwer machen, auf die eigentliche Botschaft zu schauen. Was ist es denn, was Christinnen und Christen an Weihnachten feiern?

Es geht um die Menschwerdung, um den "heruntergekommenen" Gott, der Mensch wurde, der sich erniedrigt hat, um den Menschen gleich zu sein. Das Kleinmachen ist eine Stufe der Solidarität mit den Menschen.

Dieses Geschenk in der Krippe kann ich auch würdigen, wenn ich Probleme mit Bildern von einer Heiligen Familie habe, weil ich selbst aus keiner glücklichen Familie stamme, oder wenn ich selbst mit Glauben nichts zu tun habe bzw. keiner christlichen Konfession angehöre.

Die Krippe, die Sie hier sehen, ist frei von süßlichem Kitsch. Sie ist leer. Sie können Ihre Wünsche hineinlegen.
Wenn Sie genau hinschauen, lassen die Konturen mit den ausgebreiteten Armen sogar ein Kreuz erahnen. Sie sind bereits ein Verweis auf das Leiden Jesu. Er hat sich mit den Menschen so sehr solidarisiert, dass er ihnen sogar in Leiden und Sterben nachfolgte, dies auf sich nahm und wie jeder Mensch an Grenzen kam, an denen er nicht mehr weiter konnte.

Die Bruchsaler Christen haben sich dieses Jahr stärker zusammengeschlossen, um gemeinsam ihren Beitrag für das Miteinander in ihrer Stadt zu leisten. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden in Bruchsal hat sich neu gegründet und schließt nun auch die Ortsteile und weitere christliche Gemeinden ein. Unsere Mitte ist dabei dieser Jesus von Nazareth mit seiner Botschaft von Frieden, Feindesliebe und Toleranz. Dies ist Grundlage für unser Zusammenleben und dies wünsche ich allen Bruchsaler Bürgerinnen und Bürgern zu diesem Weihnachtsfest 2012.

Mit allen Segenswünschen für das Jahr 2013
Marieluise Gallinat-Schneider
geschäftsführende Vorsitzende der
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden
 

Geistliches Wort inder ACG-Sitzung am 25. Juni 2013

 

Mittwoch, 23. Oktober 2012, BNN, Bruchsaler Rundschau, Landkreis

Berührende Geschichten und Themen

Vorleseabend mit Prominenten in der Bruchsaler Stadtbibliothek für den guten Zweck

Prominente Lesen: Andreas Dausch, Manfred Litzenburger (Duo Schöne Töne), Marie-Luise Gallinat-Schneider, Roland Schäfer, Werner Schnatterbeck, Liane Blank, Rüdiger Hecht (von links). Foto: hüb

Bruchsal (hüb). Nun schon zum achten Mal konnten die Aktiven des Fördervereins der Stadtbibliothek Bruchsal Personen des öffentlichen Lebens gewinnen, Kostproben aus ihren sie besonders berührenden Büchern vorzulesen. Zu Beginn begrüßte die Vorsitzende des Fördervereins, Regina Riegger-Tränkle die große Zahl der Bücherfreunde. Sie stellte den Verein und sein Vorhaben vor, für die Bibliothek Hörbücher anzuschaffen, wofür die Besucher gerne einen Obolus gaben. Wie im vergangenen Jahr führte Roland Schäfer, Vorsitzender der Volksbank Bruchsal-Bretten durch einen beeindruckenden Leseabend, der mit seinen Themen oft nachdenklich machte.

„Es tut gut" sagte Schäfer, „unter Lesenden zu sein, die die gleiche Leidenschaft mit mir teilen." Eine Lanze brach er für die Buchhandlung, in der der Leser nicht allein gelassen würde, sondern eine individuelle und kompetente Beratung erhielte. Mit Liedern, mal besinnlich, mal beschwingt zum Mitsummen, bereicherte das Gitarren Duo „Schöne Töne "(Manfred Litzenburger und Andreas Dausch) den Abend. Den Leseanfang machte Liane Blank, Rektorin der Stirumschule mit Passagen aus dem Roman „Niemandsland" von Carolin Brothers. Sie lässt die Zuhörer teilhaben an dem Schicksal eines jungen Brüderpaares aus Afghanistan, das durch einen Terroranschlag zu Waisen wurde und gemeinsam mit Ziel London flieht, leider ohne ein gutes Ende. Unterwegs sind Leid und Alpträume ihre Begleiter.

Entspannung verschaffte Schulpräsident Werner Schnatterbeck, der die Besucher auf eine Reise mitnahm, „Wie ich mir Deutschland erlesen habe", erlebt und aufgeschrieben von Hellmuth Karasek. Geschildert wird amüsant das Horror Szenarium eines Autors „einer liest vor und niemand ist da, der zuhört." 

Aus „Die Passagierin" von Zofia Posmysz, selbst eine Überlebende von Auschwitz, konfrontierte Marie-Luise Gallinat-Schneider die Zuhörer. Darin geht es um Schuld, Sühne und Verge­bung. Im Zentrum steht die KZ-Aufseherin Lisa, die auf einer Schiffsreise unvermutet ihrem von ihr bevorzugten Häftling Martha begegnet. 

Einer Reise zu sich selbst, ausbrechen aus der „Schneller-Höher-Weiter Spirale" und den Begriff Sinn neu erfüllen, dies alles faszinierte. Rüdiger Hecht, Chefarzt an der Fürst-Stirum Klinik bei der Lektüre des Romans für Männer „Bin am Meer" von Udo Schroeter. Die Woche am Meer macht aus dem Gejagten wieder einen Jäger.Ein weiteres Buch „Das System", erdacht von Karl Olsberg fesselte den Mediziner. In dem Thriller wird vor Augen geführt, was geschieht, wenn ein Computer ein Eigenleben entwickelt. Was wäre wohl, wenn der Mensch eines Tages die Kontrolle verliert über eine Technik, von der er abhängig ist.

Die Gedenkansprache zum 1. März können Sie hier nachlesen.

Montag, 3. März 2014 BNN, Bruchsaler Rundschau, Lokale Kultur, Ausgabe Nr. 51 - Seite 23 

Hell und Dunkel standen nebeneinander 

Gedenkkonzert zu Bruchsals dunkelstem Tag

Wenn Bruchsals schwarzer Tag, der 1. März, auf den Höhepunkt des Faschings fällt, sind zwei widersprüchliche Ebenen angesprochen. Oder doch nicht? Jedenfalls klang in den Redebeiträgen wie auch in der Musik des Gedenkkonzertes in der Lutherkirche immer wieder durch: Freude und Unglück gehen im Leben Hand in Hand. "Damals vor 69 Jahren zeigte sich auch der Frühling -und doch kam ein Winter." So erinnerte Gemeindereferentin Marieluise Gallinat-Schneider an die Bruchsaler Bombennacht, die über tausend Menschen das Leben kostete und nach der zahllose Menschen verletzt waren oder trauerten. Und doch hätten es zur gleichen Zeit viele Menschen als eine Errettung im biblischen Sinne verstanden, dass sie und ihre Angehörigen überlebt haben. Sie zitierte den Prediger Kohelet: Alles habe seine Zeit, das Hell und Dunkel jedes einzelnen Lebens sei oft undurchschaubar. 

Die vertonten Psalmen im Konzert sprachen darüber hinaus auch die Frage nach der Schuld an. Allerdings sehr indirekt - und am deutlichsten nur in lateinischer Sprache. Mendelssohn Bartholdys "Komm, Herr, erlass dem Volk die Missetaten" (op. 39,1) war nicht übersetzt. Aber der kleine Frauenchor "Femmes Vocales", unterstützt von der Pianistin Barbara Ludwig, brachte doch die Betroffenheit zum Ausdruck. Unter der sicheren Stabführung von Christiane Ruppaner steigerten sich die Sängerinnen zum flehenden Hilferuf "Noli tardare" (Zögere nicht). 

Geradezu getröstet wirkten die Sängerinnen beim klassischen Kontrapunktstil eines Kanons von Johann Pachelbel. Moderne Passagen bot der gälische Segen des 1945 geborenen britischen Komponisten John Rutter. Er hat manchmal eine verniedlichende Tonsprache - aber der betont dissonante Schluss passte in den gesamten Hell-Dunkel-Charakter der rückblickenden und auch vorausblickenden Veranstaltung. 

Im nächsten Jahr gelte es, das Stadtjubiläum irgendwie mit dem 70. Jahrestag der Nacht zu verbinden, in der "kein Stein auf dem anderen blieb". Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick bekräftigte, zu einer guten Erinnerungskultur gehöre es auch, dass die Festfreude mal eine Pause machen könne. Zusammen mit den Partnerstädten dürfe man dann auch daran erinnern und sich darüber freuen, dass aus der Katastrophe eine erneuerte Stadt hervorgegangen sei. Dafür sei nicht zuletzt die geplante Bruchsaler Bahnstadt ein Beleg. 

Nach zwei meditativen Orgelspielen (Barbara Ludwig) von H. W. Zimmermann und J. S. Bach - letzteres Stück mitgestaltet von der mal strahlenden, mal hintergründigen Violinistin Eva Zacharias - war die Psalmvertonung des 121. Psalms von Gerhard Günther ein Höhepunkt. In typisch japanischem, ruhigem Stil steigerte die erfahrene Solosängerin Yurika Waseda den abschließenden Ausdruck bei dem Ruf "Hebe beine Augen auf" auf überzeugende Weise. Elke Schmidt-Lange

Ostergrußwort der ACG im Amtsblatt vom 16.04.2014

Im letzten Jahr haben die Kommunionkinder der Pfarrei St. Peter bei ihrem Kreuzweg am Karfreitag über die Bedeutung der sogenannten Arma Christi Kreuze nachgedacht, einer besonderen Form von Passionskreuzen, bei denen die Leidenswerkezuge Jesu im Mittelpunkt stehen, also die Dinge, die in den biblischen Berichten und Legenden im Zeitraum zwischen Gefangennahme und Kreuzestod eine Bedeutung hatten. Auch in Schulen und Kindergärten werden in der Fasten- oder Passionszeit die biblischen Ereignisse der letzten Tage Christi besprochen und mit spielerischen, gestalterischen Zugängen und Symbolen nachempfunden. In der Karwoche, der letzten Woche vor Ostern halten sich Christen das Leiden und Sterben besonders vor Augen, ob mit Hilfe von Kreuzwegen, solchen Passionskreuzen oder anhand der biblischen Texte und anderer Bilder, Gebete und Betrachtungen. Damit soll nacherlebt werden, was Jesus durchlitten hat, aber auch das eigene Leid in den Blick genommen werden. Am Anfang des Christentums war der Blick eher auf die Auferstehung gerichtet, am Kreuz hing auf Bildern oder plastischen Darstellungen der triumphierende Sieger, der den Tod überwunden hatte. Im Hochmittelalter änderte sich dies zugunsten des Schmerzenmannes. Die Menschen haben ihre eigenen Leiderfahrungen stärker in den Mittelpunkt gestellt und im leidenden Jesus, der den Kreuzestod erlitt, eine solidarische Stärkung erfahren. Wer selbst am tiefsten Punkt ist, in Trauer, Ängsten oder Leid, der findet darin einen Halt. Und zum menschlichen Leben gehören viele schwere Stunden, auch Kinder erfahren dies schon. Am Ende der Karwoche steht dann das Osterhalleluja, die Feier der Auferstehung. Nicht jeder Mensch kann in jedem Jahr jedoch diese Freude nachempfinden, denn oft passen die Feste nicht zum eigenen biographischen Erleben, auch an Ostern sind Menschen krank oder sterben und Familien erleben eigene schmerzliche Ereignisse. Dennoch glauben wir als Christen, dass wir eine Überwindung des Todes, des Kreuzes erfahren, dass es ein persönliches Ostern gibt. Ich wünsche uns, ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest mit der Freude, die diese Feier ausstrahlt und erfüllt. 

Marieluise Gallinat-Schneider, Gemeindereferentin Vorstand der Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden

Ökumenischer Gottesdienst in der Bruchsaler Kernstadt in der Stadtkirche am Pfingstmontag 2015

Ökumenischer Gottesdienst zum Auftakt des großen Landesfestumzuges in St. Paul bei den Heimattagen 2015

Wir für Menschlichkeit - Demonstration und Fest am 26.09.2015

Gedenken 75 Jahre Deportation der Bruchsaler Juden nach Gurs, Bahnhof Bruchsal

Bericht über die erste ökumenische Gebetswoche für Bruchsal

Jahresgottesdienst am 8. Oktober 2016, Sonntag - geschenkt

(Marieluise Gallinat-Schneider)

zum Seitenanfang