Zurück zur StartseiteCurriculum Vitae

Mein Vater ist evangelisch, meine Mutter katholisch, Velberts Ortsteil Langenberg  in dem ich aufwuchs, war überwiegend evangelisch, streng reformiert. Dies hat mein Glaubensleben bis heute geprägt. Ich ging von 1966-69 in den evangelischen Kindergarten, dann folgten Grundschule bis 1973 und Gymnasium bis zum Abitur 1982. Ich habe Kirche seit 1969 erlebt, da war bei uns das 2. Vatikanum schon voll umgesetzt durch einen modernen jungen Pastor, der 1968 kam und dessen 1. Amtshandlung die Beerdigung meiner Großmutter war (in dem Jahr starben alle meine Großeltern). Ich ging in der zweiten Klasse 1971 zur Kommunion, noch vorbereitet vom Pfarrer und zwei Müttern, unter anderem meiner eigenen. In der 4. Klasse folgte dann die Bußvorbereitung mit Erstbeichte, in der 6. Klasse die Firmung, erstmals mit Vorbereitung in Gruppen, wo ich bei der Gemeindereferentin war. Schon in der Grundschulzeit war ich in einer KJG-Gruppe und gleichzeitig in einer Jungschargruppe beim CVJM. Ansonsten ging ich in den Turnverein, die DLRG, die Musikschule, den Kinderchor SSM der Gemeinde St. Michael in Langenberg, las Unmengen von Büchern, tobte draußen herum und interessierte mich für  Politik, Ausstellungen und dergleichen. In der Schule war ich schon seit der 7. Klasse im Redaktionsteam unserer Schülerzeitung "Depesche" und in der Ton-AG, die Tonbandaufnahmen, Hörspiele, Interviews etc machte und versendete. Vielfältige Aktivitäten waren für mich als Einzelkind sehr wichtig, vor allem Sport und kirchliche Jugendarbeit. Messdienerin durfte ich leider 1971 noch nicht offiziell werden, aber in Schülergottesdiensten und dergleichen durfte ich oft diese Funktion ausüben. Ich wurde in einer Zeit groß, in der die Lehrer/-innen in der Schule uns zur Kritikfähigkeit und zum Hinterfragen erzogen, zu Hause wurde viel über Politik und Kirche diskutiert, aber preußische Disziplin und Arbeitshaltung waren auch selbstverständlich.

Durch eine schwere Krankheit wurde ich in der 12. Klasse ziemlich schnell erwachsen, was sich auch auf meinen Glauben auswirkte, denn dadurch erlangte ich die Spiritualität eines erwachsenen Menschen. Ich entschied mich nach dem Abitur nach  langen Überlegungen, nicht Theologie zu studieren, was neben Germanstik, Geschichte und Journalismus in die engere Wahl kam.

Von 1982-87 habe ich in Mannheim Geschichte studiert, mit dem Abschluss Magister Artium. In dieser Zeit habe ich auch meinen späteren Mann kennengelernt, geheiratet und nach dem Studium ein Forschungsprojekt, in dem ich schon während des Studiums angestellt war, weitergeführt. Daraus sollte meine Promotion werden. Ich hatte mich gänzlich auf eine wissenschaftliche Karriere eingestellt . Es sah auch so aus, als ob dem nichts im Weg stände. Doch auf Dauer war diese Arbeit nichts für mich, ich vermisste die Menschen, den Bezug zum Leben und zum Glauben. Ich spürte immer deutlicher, dass mich Aktivitäten in der Hochschulgemeinde mehr erfüllten, als meine eigentliche Arbeit. So übernahm ich 1992 die Leitung des katholischen Studentenwohnheims in Mannheim und dachte langsam wieder an eine kirchliche Berufstätigkeit, aber auch an Kinder. 1993 kam meine erste Tochter auf die Welt. Bis 1996 arbeitete ich in Mannheim als Heimleiterin, begann 1995 die Ausbildung zur Gemeindereferentin und zog 1996 kurz vor der Geburt meiner zweiten Tochter nach Bruchsal. Während des Erziehungsurlaubs machte ich meine Ausbildung fertig und begann 1999 nach den Sommerferien in der Seelsorgeeinheit Obergrombach mit meiner Tätigkeit als Gemeindeassistentin. Seit meiner Beauftragung zur Gemeindereferentin arbeite ich in der zum  01. September 2002 um die Pfarrei St. Anton erweiterten  Seelsorgeeinheit St. Peter in Bruchsal und versuche, Vollzeitberufstätigkeit, Kinder und Haushalt unter einen Hut zu bringen, wie viele andere Frauen auch.

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