Zurück zur StartseiteFirmvorbereitung in der Seelsorgeeinheit St. Peter

Vorwort von Pfarrer Sieger:

Eine Woche besteht aus sieben Tagen. Sieben Tage lang - verteilt auf sieben Wochen - wollen wir uns gemeinsam mit der Firmung beschäftigen. Fragen sollen geklärt werden, neue Fragen werden angerissen und auf manche Fragen wird es wohl nie eine Antwort geben...

Vielleicht aber wird eines in dieser Zeit geschehen: Vielleicht wirst Du ganz persönlich diesem Gott ein wenig näher kommen. Er will eine Beziehung zu Dir. Und er stellt Dich vor die Frage, wer er für Dich ist. Diese Frage wirst Du irgendwann in deinem Leben beantworten müssen. Möglich - vielleicht sogar wahrscheinlich -, dass Du in diesen sieben Wochen keine endgültige Antwort finden wirst. Aber vielleicht kommst Du dieser Antwort ein wenig näher.

Und vielleicht bekommen wir auch eine Beziehung zueinander: Wir Firmbegleiter zu Dir, Du zu uns und Ihr Firmanden untereinander. Das wäre nicht unwichtig. Dann können wir den weiteren Weg, über die Firmung hinaus, im Ringen um unseren Glauben gemeinsam gehen.

1. Abend Firmvorbereitung am 09. Juni 2008

Thema: Wer bin ich?

Ablauf: Wortgottesdienst in der Pauluskirche

Begrüßung
Eingangslied: Vergiss es nie (Du bist Du)

Meditation: Sei dankbar, dass du bist- Eine Meditation zur Ermutigung

Sei dankbar, dass Du bist;
Gott hat Dich gewollt!
Er hat Dich erschaffen.
Von Ewigkeit her warst Du vorherbestimmt;
in Seinem Heilsplan ward Dir
eine Aufgabe zugewiesen
und sei es auch nur die,
dass ein anderer an Dir wachse und reife
und einen Sinn für sein Leben erhält.

Mit all Seiner Liebe hat Er Dich umhüllt;
hat Dich angenommen wie ein Vater sein Kind.
Bei Ihm bist Du geborgen;
Er wacht über Dich bei Tag und Nacht.
Er wollte, dass Du bist;
Er wollte Dich so, wie Du bist.
Er will, dass Du froh und glücklich bist!

Bist Du gesund, sei dankbar und freue Dich;
betrachte dies als ein kostbares Geschenk!
Hat Gott Dir ein Kreuz auferlegt,
so hat Er Dich zuvor prüfend angeschaut,
das Kreuz gewogen, Dich gesegnet,
Dir Seine Gnade und Kraft verliehen,
es zu tragen;
denn Gott steht dem Schwachen bei
und versagt ihm Seine Hilfe nicht.
In Seiner Liebe macht Er Dich stark,
verleiht Dir Mut und Kraft.
Verzage nicht, vertrau auf Ihn
und setz' auf Seine Treue!

Auch wenn Du schwach bist,
wirst Du reifen!
Du brauchst vielleicht etwas länger dazu,
aber dafür spürst Du es um so intensiver;
habe Geduld, verlier' nicht den Mut.
Auch der Schwache kann stark sein;
vielleicht stärker als der Starke!

Er liebt Dich immer und steht Dir bei,
auch wenn Du Dich verlassen fühlst,
nicht geliebt oder gar verstoßen.
Er ist Dir nahe,
selbst wenn Du Ihn ferne wähnst.
Er richtet Dich auf,
auch wenn schwere Lasten Dich drücken.
Er ist Dir Licht,
wenn Du im Dunkeln irrst,
sendet Dir Sonne,
wenn es Dich friert.
E hat Dich gewollt
und will, dass es Dir gut geht,
selbst wenn Zweifel Dich befallen.

Er hauchte Dir Seinen Geist ein,
schenkte Dir Verstand
und einen freien Willen.
Er gab Dir
Augen, zu schauen.
Ohren, zu hören,
Gefühl, zu tasten,
Sinne, zu riechen und schmecken,
einen Mund, zu sprechen,
Hände, zu greifen,
Füße, zu gehen.
Er schenkte Dir alles,
was Leben heißt,
was zur Wahrnehmung
des Lebens nötig ist.

Du bist reich beschenkt;
umgeben von des Schöpfers Werk.
Freue Dich an seiner Schönheit
und nutze den Reichtum dieser Gaben;
Du bist aufgerufen,
Anteil an Seinem Werke zu haben
und schöpferisch tätig zu sein.
Wuchere mit
Deinen Fähigkeiten
und Kenntnissen;
lerne, zu schauen,
lerne, zu hören,
lerne, Deine Sinne zu gebrauchen,
lerne, logisch zu denken
und schätze Deinen Verstand,
forsche und erkenne,
lerne, schlicht und einfach zu sprechen,
so dass Dich jedermann versteht,
halte es ebenso mit dem Schreiben.
Horche in Dich hinein,
ertaste Dich selbst,
begreife Dich selbst,
fülle Dein Dasein mit Leben!

Setz' Dir ein Ziel.
Lass Deiner Phantasie freien Lauf;
dann mache Dich ans Werk,
gestalte mit Herz und Verstand.
Es ist so Vieles in Dir;
ungeahnte Möglichkeiten liegen bereit.
Ergreife sie, nutze sie,
hab' Mut und verzage nicht; beginne!
Glaube an das Gute,
mehre es mit allen Deinen Kräften.
Du bist zu Vielem fähig,
wenn Du nur richtig willst.

Lass Dich durch
Deine Ungeschicklichkeit nicht beirren;
alles hat seinen Anfang,
nichts ist gleich perfekt.
Beginne immer wieder neu;
Ausdauer zahlt sich aus.
Fortschritte beflügeln Dich,
schaffen Freude und Zuversicht.
Du wirst sicherer, zufriedener,
und Zufriedenheit schafft Frieden in Dir
und strahlt auf Deine Umgebung aus.
Sicherheit schenkt Selbstvertrauen
und stärkt Dein Selbstbewusstsein.
Beide geben Deinem Streben
Ruhe und Beständigkeit.
Beständigkeit und Geduld
führen zum gewünschten Ziel.

Sei nie untätig,
untätig sein schadet Geist, Seele und Leib,
schürt Langeweile, die träge macht.
Suche öfter die Stille
in dieser vom Lärm erfüllten Welt,
damit Du immer wieder zu Dir selbst findest
und den Frieden in Dir bewahrst.
Im Umgang mit anderen
sei geduldig und tolerant.
Wenn sie Dir etwas zu sagen haben,
höre sie nicht nur an,
sondern höre ihnen zu,
versuche sie zu verstehen;
jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte.
Sage ihnen, wenn immer es notwendig ist,
besonnen die Wahrheit.
Gib ihnen dabei zu verstehen,
dass Du mit ihnen fühlst.
Erwarte nicht mehr,
als Du selbst zu geben bereit bist.

Lass auch des anderen Meinung gelten,
selbst wenn sie von Deiner Überzeugung abweicht;
denn auch Du bist froh darüber,
wenn Deine Worte nicht einfach
vom Tisch gefegt werden.

Geh' auf die Menschen zu und versuche,
ohne Dich selbst aufzugeben,
mit ihnen auszukommen und zu leben.
Wir alle sind aufeinander angewiesen
und können nur im Miteinander
Gültiges schaffen.

Zeige Dich besonders denen
gegenüber verständig,
mit denen Du täglich zusammen lebst
und für die Du Verantwortung trägst.

Weißt Du etwas besser,
bring' es dem Anderen geduldig bei.
Lass ihn nie Deine Überlegenheit spüren,
sondern ermuntere ihn
in seinen Fortschritten.
Es sind nicht alle so gescheit,
wie Du es von Dir meinst.

Bleibe, was immer Du bist,
stets bescheiden;
es kann auch für Dich
eine Zeit kommen,
wo Du auf anderer Hilfe
angewiesen bist.
Dann wirst auch Du froh sein,
wenn Dir jemand weiterhilft.

Bedarf einer Deiner Hilfe,
versage sie ihm nicht.
Nimm Dir Zeit dazu,
auch wenn Du stöhnst,
sie fehle Dir.
Die Zeit, die Du anderen schenkst,
ist nie vergeudete Zeit.
Rasch kommt die Zeit,
wo andere Dir fehlen,
und die Zeit erscheint Dir
wie eine qualvolle Ewigkeit.

In allem, was Du tust,
bleibe Dir selber treu.
Sei rechtschaffen gegen Jedermann.
Bei Geschäften nutze Deinen Vorteil,
aber nicht zum Schaden anderer.

Gehe behutsam
mit Deinen Gefühlen um -
verstelle Dich nicht,
sonst zerbricht,
was um verbindet.

Wenn Du liebst, liebe mit Leib und Seele.
Frage mehr Dein Herz als Deinen Verstand;
dieser ist zwar notwendig,
aber nicht entscheidend.

Liebe ist etwas Heiliges;
denn in ihr offenbart sich Gottes Wille.
In ihr erfüllt sich Sein Auftrag:
Mitwirkung an Seiner Schöpfung,
Leben zu erhalten und weiter zu geben.

Sei dankbar für jedes Jahr,
das Dir geschenkt wird,
für jeden Tag, der aus der Nacht erwächst,
für jede Stunde, in der Du glücklich bist,
für jede Minute, in der Du Atem holen kannst,
für jede Sekunde, in der Du
Deinen Pulsschlag fühlst.

Sei dankbar, dass Du bist.
Gott wollte, dass Du lebst.
Er will, dass Du glücklich bist,
Nutze die Zeit, die Dir gegeben ist
und mache Dich getrost ans Werk.
Er steht Dir unsichtbar bei,
habe Mut und vertraue Ihm,
auch wenn Er Dich manchen schweren Weg
zu gehen heißt.

Wuchere also mit den Talenten,
die Dein Schöpfer Dir gab!
Jeder von uns hat die ihm
persönlich zugewiesene Aufgabe,
sei er stark oder schwach.
Er sieht alles und macht alles gut.
Sei also dankbar, dass Du bist!

© Heinz Pangels, 12/1982
"Vertrauter Umgang mit Gott - Denkanstöße", 1996, Seiten 15-21
Wir danken dem Autor für die Abdruckgenehmigung. Weitere Texte finden sich unter www.heinzpangels.de

Bibeltext: Ps 8
Vater unser
Lied: Wo ich auch stehe
Segen

Vorstellung der Kleingruppenangebote in der Kirche

Spiegelscherbenmeditation


Die TN sitzen im Kreis, Mitte mit gelben Tüchern, Stumpenkerze und Teelichtern, dazu Spiegelscherben
meditative Musik
Begrüßung:  Ihr alle kennt das Märchen Schneewittchen. Dort heißt es "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?". Sich im Spiegel zu betrachten, kann aber auch eher unangenehm sein, Pickel, Falten, Unebenheiten, all das tritt deutlich zutage.
So wollen wir zu Beginn beten:

Guter Gott,
ich schau in den Spiegel und frag mich,
wer ich bin und was ich hier soll.
Manchmal ist das Leben schön und ich freue mich:
frei sein, die Schule hinter sich lassen,
Spaß am Leben haben:
Und manchmal nervt mich alles und das Geschwätz der anderen geht mir auf die Nerven -
und ich will allein sein
und meinen Weg finden.
Guter Gott,
ich will auf dich hören,
sprich du zu mir.
Amen.

Wir laden euch nun ein, eine Spiegelscherben zu nehmen. Haltet sie in der Hand, betrachtet euch darin, betrachtet aber auch die Spiegelscherbe selbst. Probiert die verschiedenen Lichteinfälle und Blickwinkel aus.
Wenn Paulus im Korintherbrief sagt: " Als ich ein Kind war, dachte ich wie ein Kind; Jetzt schauen wir in dein Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse", so hat er vielleicht auch eure Situation gut umschrieben. Auf dem Weg vom Kind zum Erwachsenen kann man im Spiegel ganz neue, veränderte Dinge entdecken. Macht euch mit uns nun auf diese Reise:

Meditation: 
Wen siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Graue, grüne, blaue oder braune Augen,
halblange Haare
blond, braun, schwarz
nette Nase
- bist du das?
Welche Gefühle kommen dir, wenn du dich im Spiegel betrachtest?
Welche Gedanken kommen dir?
Was fällt dir auf?
Wen siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Das Bild ist vielleicht nicht so klar wie bei Deinem Badezimmerspiegel,
aber sicherlich erkennst Du Dich.
Aber wer ist das eigentlich: Ich ...
Na klar: Ich bin ich, das ist doch selbstverständlich. Ich?

Man könnte zum Beispiel antworten: Ich? Du bist der, den du aus dir machst.
Du bist die, die du aus dir machst. Wenn du es zu etwas bringst
-es endlich zu einer Zwei in Mathe bringen,
es vielleicht zu einem Zeugnis bringen, das dir den Wechsel auf eine andere Schule ermöglicht
oder einen guten Ausbildungsplatz;
Du bist, was du bringst.
Gute Noten, hübsche Beine, fit im Sport.
Du bist, was du aus dir machst
-mach was aus deinem Leben:
streng dich an, daß was aus dir wird,
es lohnt sich, sich anzustrengen in der Schule,
je mehr du lernst, desto besser kannst wirst du leben können.
Aber dies ist viel zu wenig
Bist du wirklich, was du aus dir machst?
du bist nicht nur das.

Vielleicht denkst du
du bist das, was andere über dich denken.
Das, was du im Spiegel siehst, ist das eine;
das, was die anderen über dich denken, das andere:
wenn du den Ruf weg hast, eine Niete in Deutsch zu sein,
dann ist es doppelt schwer einen Einser zu schreiben;
wenn andere dir immer nur das Schlimmste zutrauen,
dann lebt sich's schwerer.
Was die anderen über einen denken,
kann dir egal sein,
denn das beste und entscheidende ist.

Du bist wer für Gott!
Du bist Gottes Sohn, Gottes Tochter!
Du bist nicht irgendwer;
du bist Gottes Sohn, seine Tochter im Glauben an Jesus Christus.
Im Alten Testament, lange Zeit vor Jesus, hat einmal ein junger Mann Gott zu sich reden hören;
sein Gespräch mit Gott können wir in der Bibel nachlesen
bei Jeremia:
Und Gott sprach zu mir:
"Noch bevor ich dich im Leib deiner Mutter entstehen ließ, hatte ich schon meinen Plan mit dir.
Noch ehe du aus dem Mutterschoß kamst, hatte ich bereits die Hand auf dich gelegt. Denn zum Propheten habe ich dich bestimmt "
Ich aber wehrte ab: "Ach, Herr, mein Gott! Ich kann doch nicht reden, ich bin noch zu jung." Aber Gott antwortet mir: "Sag nicht: Ich bin zu jung. Geh, wohin ich dich sende, und verkünde, was ich dir auftrage! Hab keine Angst vor Menschen, denn ich bin bei dir und schütze dich. Das sage ich dir, dein Gott."

Wer bin ich?
Du bist wer!
Auch an dich hat Gott schon gedacht, bevor du gezeugt wurdest;
bevor irgendein Mensch um dich wusste,
hat Gott schon an dich gedacht
Und auch zu dir spricht Gott wie zu dem jungen Mann in der Bibel:
"Verkünde!", sagt er und:
"Hab keine Angst vor Menschen! "
"Geh, wohin ich dich sende"!
Oder - um auf unsere Spiegel zurück zu kommen:
du bist schon wer;
und:
Du bist berufen, Gott zu spiegeln!
Wir sind in unserer Welt darauf angewiesen,
dass es Menschen gibt, die Gott spiegeln:
die für ihre Mitmenschen gute Worte haben,
die für andere ein Auge haben.
Wenn du dich mal selber nicht magst,
wenn du bei anderen mal nicht so gut ankommst -
und dich fragst, wer bin ich eigentlich:
Das bleibt bestehen,
dass du im Glauben Gottes Sohn, seine Tochter bist,
dass du berufen bist, Gott zu spiegeln.
Amen.

Abschluss
"Ich bin ich" von Rosenstolz

2. Abend Firmvorbereitung 17.06.08 St. Peter

Thema: Wer ist dieser Gott für mich?

Beginn mit Messe
Wortgottesdienst
Lied: GL 298 Herr unser Herr
Begrüßung
Hinführung: Lied "If God is one of us" mit Gotteslitanei
Lesung: Die Berufung des Mose Ex 3, 1-15
Evangelium: Mk 11, 12-25
Antwortgesang GL 621 Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
Ausdeutung (Pfarrer)
Gabenbereitung
Gabenlied GL 299, Manchmal kennen wir Gottes Willen
Sanctus: GL 491
Wandlung
Hochgebet
Vater unser
Friedensgruß
Kommunion
Schlusslied GL 267
Segen

Danach Kleingruppen im Pfarrheim

Gottesbilder (Gemälde, Zeichnungen, Fotos, z.B. Fragezeichen, schwarzes Loch, alter Mann mit Bart auf Wolke, Zeichnungen von 12-15 jährigen aber auch Michelangelo)
ausgedruckte Aussagen über Mein Gott aus der Leserumfrage von Publik Forum werden in die Mitte gelegt, u.a meine eigene:

Mein Gottesbezug: Ein Gegenüber, das Halt gibt...

... ich weiß, dass es Dich gibt und Du mich begleitest. Als ich an der Grenze zwischen Leben und Tod stand, bist Du mir das erste Mal wirklich begegnet und seit da an weiß ich, dass Du als personaler Gott, als Du, als Gegenüber existierst. Du warst in guten und schlechten Zeiten mein Begleiter und ich habe Dich auch immer wieder spüren dürfen.

Aber ich habe auch immer wieder schmerzlich erfahren, dass ich in schwierigen Zeiten zwar Deine Nähe und Begleitung spüren durfte, Du aber kein Zauberer bist, der, wenn ich ganz fest bete, die schlimmen Situationen beseitigt. Nein, sie blieben schlimm und kaum aushaltbar, es gab nur einen, der dann, wenn alle weg waren, da blieb und das bist Du!

Du bist nicht männlich oder weiblich, Du bist ein Gegenüber, das Halt gibt. Du gehst mit mir wann, wo und wie es auch sei! (http://www.publik-forum.de, Beitrag zur Leserumfrage Mein Gott, Beitrag im Internet vom 29.12.2007, auch veröffentlicht in Betr. Mein Gott, Persönliche Bekenntnisse, Erlebnisse und Einschätzungen, hrsg v. Peter Rosien, Oberursel 2008, S. 14)

Abschluss
Bild von Moses am brennenden Dornbusch von Sieger Köder, dazu meditativer Text

Bußgottesdienst zur Firmvorbereitung 25.06.08

Thema: "Schwamm drüber"

Begrüßung

Lied
Einführung zum Thema Schwamm drüber
In der letzten halben Stunde habt ihr euch auf der Grundlage des Vater Unseres auf unterschiedliche Weise mit dem Thema "Schuld , Vergebung und Versöhnung" beschäftigt. Nun wollen wir in diesem Bußgottesdienst das was euch beschäftigt hat vor Gott bringen und erfahren, ihn um seine Vergebung bitten. Dazu beginnen wir diesen Gottesdienst: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Amen

Text: Vater unser, unterbrich mich nicht, ich bete

Danach Einteilung in Kleingruppen, die einzelne Teile des weiteren Gottesdienstverlaufs vorbereiten und später auch einbringen:

Anspiel: Im Vater unser heißt es: "und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unsern Schuldigern" Unterschied zwischen Schuld und Schulden. Es gibt Theorien, dass es Jesus darum ging, dass wir den anderen ihre Schulden erlassen, wie es in Israel üblich war, wenn jemand seine Schuld nicht zurückzahlen konnte. Im Anspiel bittet jemand um Stundung von Schulden bei der Bank. Schuldschein wird zerrissen.

Bibeltext Versuchung Jesu: Mt 4, 1-11
Lied
Gewissenserforschung
"Schwamm drüber" Ein Schwamm wächst im Wasser, wenn er nicht stets von Wasser umgeben ist trocknet er aus, wird hart und löchrig. Sobald genügend Wasser da ist, saugt er sich voll, dann braucht er nichts anderes mehr. Was hat nun dieser Schwamm mit uns zu tun.
Wir wachsen auf umgeben von der Liebe und der Zuneigung unserer Eltern und Mitmenschen und von der Liebe Gottes. Wenn uns diese Liebe umgibt, wenn wir uns damit vollsaugen können, so wie der Schwamm mit dem Wasser, dann geht es uns gut. Fehlt sie, oder verschließen wir uns gegen sie. dann trocknet unsere Seele aus. Manchmal versuchen wir uns als Ersatz für diese Liebe mit anderen Dingen vollzusaugen . Aber weder Computer, Fernseher, noch CDs und Spiele können die Nähe der Eltern und Freunde ersetzten.
Wir fragen uns:
Wie reagieren wir, wenn wir das Gefühl haben, niemand beachtet uns? Flippen wir schnell aus? Flüchten wir uns in eine andere, vielleicht virtuelle Welt?
Auch meine Eltern, Geschwister und Freunde brauchen diese Zuneigung und Liebe. Lasse ich sie austrocknen indem ich ihnen meine Nähe versage, oder schenke ich ihnen öfter mal ein Aha- Erlebnis?
Gottes Liebe umgibt uns zu aller Zeit. Wenden wir uns an ihn, oder behandeln wir ihn wie Luft? Nehmen wir uns Zeit für ihn?
Schwämme können sich auch mit schmutzigem Wasser vollsaugen. Auch unser Zusammenleben kann durch Streit, Neid, Lieblosigkeit verunreinigt sein, wie gehen wir damit um?
Wenn andere uns reizen? Werden wir wütend, oder schmollen wir stundenlang? Setzten wir uns damit auseinander, können wir den ersten Schritt tun?
Auch wir selbst sind für solche Verunreinigungen verantwortlich. Bei wem? Schaffen wir es unsere Fehler einzugestehen?
Gebet:
Wenn Eltern oder Freunde zu mir sagen " Schwamm drüber", dann heißt das "Ich verzeihe dir". Wenn wir unsere Fehler einsehen und Gott um seine Vergebung bitten, dann sagt auch er Schwamm drüber. Das heißt nicht, dass unsere Fehler einfach ausgelöscht werden, das wäre ja auch schlimm, wenn Teile, die zu uns gehören einfach nicht mehr da wären. Wenn Gott sagt: Schwamm drüber, dann heißt das, ich bin da mit meiner großen Liebe du kannst dich erneut daran vollsaugen, und ganz neu versuchen aus dieser Liebe zu leben.
Aktion wir bringen zur Gewissenserforschung auch alle Gegenstände, die in den Gruppen erarbeitet wurden, nach vorne: Vater unser Collage, Schuldsteine, Knetbälle, die uns helfen, über uns nachzudenken, unsere Hände dabei beschäftigen
alle schreiben ihre Schuld auf Zettel
Vergebungsbitte, alle kommen einzeln nach vorne und sagen vor Pfarrer: es tut mir leid, dann bekommen alle einen Schwamm, den sie auf ihren Zettel kleben, nun ist Schwamm drüber, über unserer Schuld, als Musik läuft Robbie Williams Sin, sin, sin
Bibeltext als Antwort: Lk 23, 32-43 Die Kreuzigung als Antwort
Vater unser
Verkündigungen
Lied
Segen

4. Abend Firmvorbereitung 3. Juli 2008

Thema: Was ist mir heilig? - Sakramente

Beginn mit Gottesdienst
Eingangslied: GL 640, 1-3
Lesung: Eph 5, 21-33
Antwortgesang: Zeichen
Evangelium Joh 13,1-20
Gabenbereitung: GL 620 1-3
Sanctus
Friedensgruß: GL Anhang 044
nach der Kommunion: GL 546, 1-2
Schlusslied: GL 265

danach Kleingruppen

Abschluss
"Und brannte uns nicht das Herz" Suche nach Gott, Erkennen im Zeichen, freies Erzählen des Emmausberichtes Lk 24, 13-35

Lied So soll es bleiben, ich + ich

5. Abend Firmvorbereitung 11. Juli 2008

Thema: "Hier bin ich, sende mich" (Jes 6,8) - Das Ja zur Firmung

Zu Beginn wurde der Weg der bisherigen Firmvorbereitung gelegt mit Symbolen, Plakaten und Gegenständen der einzelnen Abende. Dazu wurden auch alle Bibelstellen gelegt und Bibeln. Danach hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, diesen Weg zu gehen und sich noch mal zu verinnerlichen, was war, bzw. auch die Bibelstellen nachzulesen. Dazu lief "Dieser Weg" von Xavier Naidoo. Im Anschluss bekamen die Jugendlichen ein Blatt, auf dem sie ihre Anschrift angeben sollten und dann ihre Entscheidung, ob sie gefirmt werden wollen, mitteilen sollten.

   

Dazu war Zeit in Einzelarbeit.
Um 20 Uhr trafen wir uns zum Einschreibegottesdienst.

Einschreibegottesdienst
Einführung in Gottesdienst: Wir haben den Abend mit dem Satz "Hier bin ich, sende mich" aus Jes 6,8 überschrieben. Firmung bedeutet Sendung durch den Heiligen Geist. Ihr werdet bei der Firmung gesendet, so wie die Menschen im Pfingstereignis, so wie der Prophet Jesaja. Ihr sollt Zeugnis von Eurem Glauben abliefern.

Lied: Wo ich auch stehe
Lesung: Jer 1, 4-7
Lied: Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
Die Geschichte vom jungen Krebs von Gianni Rodari (aus Firmbuch, Mich firmen lassen)
So wie der Krebs vorwärts ging, seinen eigenen Weg ging, so seid auch ihr aufgefordert, euren Weg zu gehen, so wie es für Euch gut ist. Die Firmung soll Euch stärken.
Ihr dürft nun Euer Blatt mit Eurer Entscheidung in unseren Buchkarton legen und Euch ins Firmbuch eintragen.


Lied Zeichen
Vater unser
Gebet zum Heiligen Geist (von einer Gruppe am 3. Juli formuliert)

Gebet über den Heiligen Geist

Der Heilige Geist besteht aus Gebeten an Gott. 
Er besteht aus den Bitten der Menschen. 
Doch nur die, die glauben, 
werden merken, dass er ihre Bitten aufnimmt. 
Der Heilige Geist besteht aus Fragen. 
Jeder Mensch hat Fragen. 
Der Heilige Geist beantwortet keine Fragen - 
er ist die Frage nach dem Glauben. 
Jeder, der glaubt, wird spüren, dass der Heilige Geist bei ihm ist. 
Der Glaube beflügelt die Menschen 
an Taten heranzugehen, 
die sie sonst nie angehen würden. 
So kann Glaube die Menschen 
mit Stolz erfüllen. 
So ist der Heilige Geist 
dort, wo man glaubt. 

Segen
Lied: Vergiss es nie

6. Abend Firmvorbereitung 19. Juli 2006

Beginn mit Jugendgottesdienst zum Thema "Gemeinschaft der Heiligen" in der Pauluskirche

Thema: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist"

danach Stationen zum Verständnis der Firmung:

 

(Marieluise Gallinat-Schneider)

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