"Lichtblick im Alltag"

"Oh wie so trügerisch, sind Frauenherzen" singt der Herzog von Mantua, in Verdis Rigoletto - Und es ist irgendwie schon was dran. Denn Herzen - egal ob von Männern oder Frauen - sind wankelmütig und trügerisch.
Fragt sich, warum Gott dann darauf baut. Das, was er von uns will, legt er - nach Auskunft der Bibel - in unser Herz hinein. Dort werden wir sein Gebot finden (Deuteronomium 30,11-14). Hätte er nicht besser auf seine Gesetzestafeln verwiesen anstelle auf trügerische Herzen?

Gott vertraut offenbar nicht auf Buchstaben. Vermutlich, weil er um das Wesen von Verordnungen und Gesetzen weiß. Sie fackeln nicht lange. Vorschriften sind ohne Gefühle und ohne Herz.
Gott geht es nie um seelenlose Gebotserfüllung. Gott geht es immer um den Menschen und dem werde ich nur gerecht, wenn ich ihm von ganzem Herzen begegne.
Buchstaben mögen genauer sein. Aber sie sind taub für besondere Situationen und blind für jede Not. Wirklich sehen tut man einzig und allein mit dem Herzen gut.

 

 

 

 

 

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