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Weckruf - Wegruf

Mit dem Propheten Amos auf dem Weg

Tagebuch des Amos-Prozesses

Weiter-Button Zurück-Button "Tu weg das Geplärr" – "Recht, Gerechtigkeit, Wahrheit"

7. Juli 2009 - 21:20 Uhr

Impressionen vom Kunstprojekt

Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht riechen. Wenn ihr mir Brandopfer darbringt, ich habe kein Gefallen an euren Gaben und eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen. Weg mit dem Lärm deiner Lieder! Dein Harfenspiel will ich nicht hören, sondern das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach. Amos 5, 21-24

Am 1. und 2 Juli trafen sich vier Frauen und ein Mann zum ökumenischen Amos-Kunstprojekt.

Angeboten vom Förderkreis für Kunst und Kirche e.V.: "farbe und bekennen", machten wir uns daran, den sehr drastischen Text darstellerisch umzusetzen.

Am ersten Tag bauten wir aus Drahtgeflecht einen Berg, der mit allerlei Wohlstandsmüll und Blättern gefüllt wurde, auf denen wir zahlreiche Missstände unserer Zeit aufgeschrieben hatten. Diesen so entstandenen Müllberg umklebten wir mit Blättern ausrangierter Gesangbuchblätter, um dem Lärm der Lieder, den Amos anprangert, einen Ausdruck zu geben.

Die Aufschrift "Tu weg das Geplärr", die Worte Amos aus der Lutherübersetzung vervollständigt die Mahnung.

Aus dem Müllberg der fetten Dankopfer unseres Alltags sollte nun am zweiten Tag ein Zeichen fließender Gerechtigkeit werden. Mit Aktionpainting, dem Anbringen verschiedener Materialien und die plakative Beschriftung der Worte "Gerechtigkeit, Recht und Wahrheit" schlossen wir unser Werk ab.

Impressionen vom Kunstprojekt

Im Laufe des Schaffensprozesses kam uns die Idee, einen Heiligenschein auf dem Ganzen anzubringen.

Ja, ist es ein Heiligenschein geworden, oder doch eher ein Schein-Heiligen-Schein, eine Dornenkrone oder vielleicht eine Krone der selbsternannten neuen Götzen? Schauen Sie selbst und lassen Sie sich inspirieren.

Am Samstag, 25. Juli soll ein Rückbau der Skulptur stattfinden. Alle Teilnehmer des Abschlusstages sind eingeladen, das Kunstwerk "aufzubrechen" und den Müllberg zu ent-müllen. Symbolisch soll damit Platz geschaffen werden, damit Gott den neu gewonnen Raum mit seinem Geist füllen kann.

Ich bedanke mich noch einmal für die tolle Zusammenarbeit. Meinem Mann und mir hat es sehr viel Spaß gemacht! Frisch inspiriert – mit vielen neuen Ideen, bin ich nach Hause zurückgefahren und werde aus der Ferne weiter am Amosprojekt teilnehmen.

Herzliche Grüße

Uschi Schedlik

"Gerechtigkeit, Recht, Wahrheit"

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